Tipps für Blogger: Geld verdienen

Wir Blogger sind ein bisschen wie Berlin: arm aber sexy. Ein Blick in meine Blog-Buchhaltung beweist, dass man auch mit “Lousy Pennies” auf seine Kosten kommen kann.

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Immer wieder werde ich gefragt: Warum bloggen Sie? Meine Standard-Antwort lautet: Warum nicht? Kostet ja nix. So ganz stimmt das nicht, denn obwohl die Blogging-Software selbst (hier: WordPress) gratis ist, Server-Hosting, Lizenzgebühren für Fotos etc., da kommt über die Monate ganz schön was zusammen.

Heute tue ich etwas, was ich vorher noch nie getan habe: Ich gewähre Euch Einblick in meine Buchhaltung und lege offen, was mich mein G! blog so aufs Jahr gerechnet kostet – vor allem – ob und wie sich das Bloggen re-finanziert.

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Wie alles begann

Als ich vor 4 Jahren mit dem Bloggen anfing, habe ich mir nur eine einzige Vorgabe gemacht: Ich will damit kein Geld verdienen, aber eben auch keins verlieren. Was auch immer ich in mein Blog hineinstecke, am Ende möchte ich eine schwarze Null schreiben. Wenn ein bisschen was von den Werbeeinnahmen am Ende des Jahres übrig bleibt, soll mir das natürlich auch recht sein.

Das erste Jahr habe ich vor allem mit Google-Werbebannern gearbeitet. Als der erste Scheck kam (ich hatte noch nie zuvor einen Snail-Mail-Brief von Google bekommen) war ich begeistert. Später wurde mir klar, dass die knapp 100 Euro, die ich über ein Jahr mit Blinke-Bannern in meinem Blog und bei YouTube machte, lachhaft sind.

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Wer sein Blog etwas professioneller aufziehen will, hat Ausgaben – mein G!blog kostet mich im Jahr rund 900 €

Ein neues Werbemodell

Also suchte ich nach einem Sponsor, der sich für einen längeren Zeitraum committet und mein Blog als eine Art Kreuzung aus Sponsor und Mäzen unterstützt (Anfang des Jahres habt Ihr ja bereits KOENIGSFILM kennengelernt, meinen exklusiven G!friend für das Jahr 2013).

Dieses Modell erwies sich schnell als Win-Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Der Sponsor hat einen bleibenden Image-Transfer und sticht durch die Exklusivität als einziger Werbepartner auf meinen Seiten hervor, die Leser werden ein ganzes Jahr von lästigen Blinke-Bannern in den Texten verschont, ich selbst werde für die Zeit entschädigt, die ich für das Bloggen aufwende, habe Planungssicherheit.

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Kleinvieh macht auch Mist – und wie!

Daneben gibt es aber noch einige andere Einnahmequellen, die, jede für sich sicherlich unzureichend wäre, um damit ein Blog zu unterhalten. Zusammenaddiert allerdings ergeben diese “Lousy Pennies” (siehe Blogpost meine 5 Cents zum Zeitungssterben) eine stattliche Summe – und das ohne großen Mehraufwand. Im Folgenden möchte ich Euch nun diese Zusatzerlöse vorstellen:

Amazon Partner-Links

Wer hätte das gedacht: ausgerechnet die Finanzierungsquelle, mit der ich am wenigsten gerechnet hätte, wirft am meisten ab: Dank amazon-Partner-Links zu Produkten, die ich von meinem eigenen Geld gekauft habe und daher auch völlig unvoreingenommen testen kann, erhalte ich Monat für Monat rund 50 Euro in Form eines Amazon-Einkaufsgutscheins. So habe ich beispielsweise allein für den Artikel mit den Blogger-Travel-Tools von vor 2 Wochen rund 300 Euro gutgeschrieben bekommen.

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Eher die Ausnahme: Knapp 300 Euro mit einem Blogpost

Mit diesem Guthaben kann ich Festplatten, Mikrofone oder auch mal ein Stativ kaufen, das ich für meine Videos brauche. Wichtig: Partner-Links sollten immer transparent als solche gekennzeichnet werden, damit der Leser weiß, dass man, wenn sich ein Leser zum Kauf entschließt, ein paar Euro vom Amazon-Verkaufspreis Kommission erhält.

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Die von mir empfohlene “Bloggertasche” aus dem Blogpost zu meiner Blogger-Ausrüstung wurde von Euch 72 mal bestellt!

Flattr

Es gibt Blogger, die flattr ausprobiert und irgendwann mal aufgegeben haben. Das Prinzip “linke Tasche, rechte Tasche” taugt ihnen nicht, sie sagen: Ich bekomme am Ende nicht viel mehr raus, als ich reinstecke. Das hängt natürlich auch immer mit der Güte der eigenen Blogposts ab. Ich für meinen Teil mache im Jahr rund 220 Euro mit meinen Texten, wovon ich 20-30 Euro wiederum in andere Blogs flattere.

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Immerhin eine warme Mahlzeit pro Monat plus Nachtisch: Flattr me!

PayPal

Es gab Zeiten, da hat mich PayPal vor dem Ruin bewahrt (siehe: Blogpost Bilanz aus Kairo). Heute habe ich den PayPal-Spenden-Knopf sehr dezent im Impressum versteckt. Trotzdem erreichen mich im Jahr noch rund 50 Euro – unaufgefordert. An alle Spender: Ihr seid super!

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Einzelspenden von treuen Lesern – ja, sowas gibt es!

YouTube

Es soll Leute geben, die von YouTube leben können. Ich gehöre definitiv nicht dazu. Das super-transparente-und-ganz-und-gar-nicht-böse Google verbietet seinen YouTube-Partnern ausdrücklich zu verraten, wie viel Geld man mit seinen Videos macht. Natürlich halte ich mich an diese Vorgabe, deshalb nur ganz grob: meine letzte YouTube-Abrechnung brachte ungefähr 84,34 Euro – ich verrate aber nicht für wieviele Videos und welchen Zeitraum! (Schon abonniert? Hier geht’s zu meinem YouTube-Kanal)

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YouTube-Abrechnung mit 89 Cent aus Peru – ¡muchas gracias

InstaCanvas

Eine nette Spielerei, die ich in diesem Blogpost näher beschrieben habe. Mit InstaCanvas lassen sich die eigenen Instagram-Bilder auf Leinwand drucken und in einer öffentlichen Galerie verkaufen (hier geht’s zu meiner Galerie).

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Das macht nicht nur Spaß, sondern wirft hin und wieder, ganz unerwartet ein bisschen Taschengeld ab. Immerhin: 7 Kunstwerke habe ich im vergangenen Jahr verkauft – rund 40 Euro.

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Hier geht es zu meiner Instagram-Vernissage. The Artist is present!

Warnung zum Schluss

Und dann gibt es da noch Anfragen von Seelenverkäufern, die durch gefakete redaktionelle Werbetexte und Querverweise einen schnellen Euro versprechen. Meine Empfehlung: Finger weg! Nicht nur, dass es sich bei den meisten Agenturen um Briefkastenfirmen handelt, die irgendwelche SEO-Betrügereien betreiben. Gekaufte oder nur scheinbar redaktionelle Texte – so etwas machen vielleicht Qualitätszeitungen und -Zeitschriften – aber doch nicht wir Blogger! ;-)

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Unerwünschte Anfragen von obskuren Marketing-Firmen landen bei mir sofort im E-Mail-Ordner mit der freundlichen Aufschrift: “BULLSHIT”

 

Fazit

Mit Bloggen wird man vielleicht nicht reich, dafür hat man eine Menge Spaß. Und ja, liebes Finanzamt, Du kriegst auch dieses Jahr wieder eine feine Aufstellung mit allen Belegen!

Frage: Wie finanziert Ihr Euer Blog? Welche Einnahmequellen haben sich für Euch bezahlt gemacht?

flattr this!

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108 Gedanken zu “Tipps für Blogger: Geld verdienen

Zitiert von
  1. 5 Lesetipps für den 30. Januar | Netzpiloten.de

  2. Wie lausig sind die Pennies eigentlich? ← Lousy Pennies

  3. Richard Gutjahr und seine Blog-Nebeneinkünfte | micropayme.de

  4. Tipps für Blogger: Geld verdienen | G! gutjahrs blog « Wie Sie Online Geld verdienen

  5. Lousy pennies | 1ppm

  6. Tipps für Blogger: Geld verdienen | G! gutjahrs blog « Wie Sie Online Geld verdienen

  7. Neues aus dem Abfall, 31. Januar 2013 | Hendryk Schäfer

  8. PR-Beiträge 05/2013: Google Plus, Webinare & Bildersuche | kommunikationsABC.de

  9. UPDATE: 1. Februar 2013 | Medien-Student

  10. Shout-Outs: Ein Blick auf andere Blogs | Fashion Insider

  11. Der Dumme ist – fast immer – der Abgemahnte | blogmedien

  12. Kommentierte Links: Social Media, SEO, Geld verdienen, Tipps Sao Paulo, TripIt und Carbon › Hubert Mayer

  13. Berlin - und ein Parkticket | CoffeePotDiary

  14. Entwicklung der Blog-Einnahmen im Jahr 2012 > Blogs, Geld verdienen > Selbständig im Netz

  15. quo vadis journalism? | Do not mention the war

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  1. Ich habe YouTube für mich entdeckt: Die Monetarisierung ist sehr einfach und zudem (wenn einmal am laufen) ziemlich konstant. Ich liege im Schnitt bei 14 Euro am Tag (ohne konkrete Klickzahlen nennen zu dürfen) bei einem Kanal mit rund 3.5 Mio Klicks…

        • Na ja, Lars, nichts für ungut. Aber ohne jetzt Transparenz auf Deibel komm raus zu betreiben (es ist richtig und wichtig das gute Blogger mit gutem Content Geld verdienen), aber in Deiner fiskalischen Betrachtung Deiner Blog-Einnahmen werden die Zuwendungen, Kostenerstattungen, gesponserten Flüge/Hotels/Spesen seitens Samsung eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Das ist ja auch in Ordnung so, alle Betreiber monothematischer und firmennaher Blogs monetarisieren sich zum Teil aus dem PR-Pool des Markeninhabers. Dafür erbringst Du ja auch Leistungen für Samsung wie Vor-Ort-Präsenz auf Messen im Samsung-Outfit etc. Hochgerechnet wird das sicher bei einem mehrfachen der o.g. 14,-/EUR/Tag von YouTube liegen.

  2. Danke für diesen interessanten Überblick! Ich stehe erst am Anfang und habe mit dem Flattr-Button im Oktober (glaube ich begonnen). Sehr viel kommt da nicht rüber, aber es schwankt sehr. Amazon kam dann im Dezember (?) dazu, das lässt sich schon ganz gut an. Google Adsense lohnt bislang überhaupt nicht richtig, hatte aber bislang auch nie den Code in Artikel direkt eingebaut. Das habe ich für die Artikel, die in den letzten Monaten am häufigsten aufgerufen wurden, gestern nachgeholt und jetzt harre ich gespannt der Dinge ;)

    Meine Einnahmen veröffentliche monatlich in meinem Hauptblog hubert-mayer.de (ja, nicht verlinkt, no fishing vor Klicks..) unter dem Stichpunkt “Transparenz”.

  3. Ich finde den grundsätzlichen Ansatz (Vorsatz): “Hauptsache nicht draufzahlen”, für realistisch und richtig. Warum? Nun, steht nicht die “Monetarisierung” im Vordergrund bedeutet dies vor allem eines: Freiheit. Und das kann einem ambitionierten Blog nur gut tun.

    Meine Favoriten für einen kleinen finanziellen Rückfluss sind “Amazon”, “Google Adsense” und vier kleine Werbeflächen. Das ist alles. Aber ganz ehrlich: Bis die Kosten für das Blog und die investierte Arbeitszeit wieder “drin” werden wohl erst einmal einige Jahre ins Land gehen.

    Macht aber nichts. Schließlich gibt es außer den Einnahmen in Euro noch andere Dinge, die man als Blogger zurückbekommt: Gute Kontakte und Wissen von anderen, von dem man beruflich und damit auch finanziell profitieren kann.

  4. Sich einen Sponsor oder Mäzen zu suchen – gute Idee! Vor ein paar Jahren hatten wir mal mit Werbejingles experimentiert, die in unseren Podcast vorgeschaltet wurden. Auf diesem Markt scheint aber etwas Ruhe eingekehrt zu sein.

    Mal nachgefragt: Wer zahlt warum Geld bei YouTube? Werbeeinblendungen? Mit dem Kanal hatte ich monetär noch nix zu tun.

  5. Ein interessanter Blick hinter die (Finanzierungs)Kulisse. Und es kommt ja doch mehr rum, als ich gedacht hätte.

    Wie ist das eigentlich mit dem Finanzamt? Klar, als Selbstständiger, Freiberufler etc. füllt man einfach das entsprechende Formular bei der Steuererklärung aus.

    Aber wie ist das, wenn man Angestellter ist, ohne Gewerbe o.ä.?
    Gibt man das auch einfach irgendwo bei der Steuererklärung an?
    Oder muss ich mir dafür dann extra noch einen Gewerbeschein holen, damit das Finanzamt damit klar kommt?

          • Ach echt? Das ist natürlich cool.

            Also reicht es einfach, die (z.B.) Flattr- und Amazon-Partnerlink-Einahmen beim Finanzamt anzugeben und das war’s? Das wäre natürlich praktisch.

            Danke für die Info, gut zu wissen!

  6. Respekt, dass Du Deine finanziellen Aspekte in Sachen Blog so transparent gemacht hast.

    Ich halte weder etwas von AdSense noch Flattr auf meinem Blog; Einnahmen generiere ich in erster Linie im kleinen zweistelligen Bereich über Ref-Links von amazon.

  7. Lieber Richard,

    vielen Dank für diesen tollen und interessanten Einblick. Ich finde, dass eine so transparente Darstellung genau das richtige ist für alle, die sich überlegen, ebenfalls ein paar Lousy Pennies im Netz hinzu zu verdienen.

    Zwei Zahlen würden mich noch interessieren, wenn Du darüber schreiben möchtest/darfst:

    Wie viel kommt durch das Sponsoring rein? Und wie viele Besuche brauchst Du im Schnitt, um die aufgelisteten Einnahmen zu bekommen?

    Herzliche Grüße vom LousyPennies-Blogger

    Karsten

    • Meine Einnahmen durch Sponsoring sind vertraglich geregelt und möchte ich – bei aller Transparenz – nicht publizieren. Nur so viel: Mein Sponsor ist weniger an Klicks/Besuchen interessiert, als am Image, das ich biete. Es kann für Firmen durchaus interessant sein, ein “bodenständiges” Blog zu unterstützen, weil das ja auch eine zeitgemäße “Message” ist. Natürlich kann man auch weiterhin in der Bäckerblume inserieren ;-) Eine Zahl noch: Um auf die o.g. Zahlen zu kommen sind mindestens 50.000 Besuche pro Monat nötig. In manchen Monaten mache ich das Doppelte. Hängt auch mit der Jahreszeit zusammen.

  8. Ich verdiene indirekt Geld mit meinem Blog. Durch die Beiträge können die Leserinnen ein Gefühl dafür bekommen, wer ich bin und wie ich “ticke”. Wenn ihnen das gefällt, können sie meinen Online-Workshop kaufen. Und das funktioniert sehr gut, bedarf allerdings großer zeitlicher Investition bevor der erste Euro fliest. Aber wenn man leidenschaftlich für sein Thema brennt und das Gefühl hat, etwas sinnvolles zu tun,glaubt, ist es das doch auch wert, oder?

    • Absolut, Simone, das ist ein wichtiger Punkt, den Du ansprichst – die indirekte Monetarisierung durch Workshops oder andere Jobs, die über das Blog reinkommen. Man wird im Netz sichtbar. Unbezahlbar.

    • Da schliesse ich mich an. Auch um unabhängig zu bleiben, habe ich bisher keinerlei Bemühungen unternommen, mit dem Blog Geld zu verdienen. Aber ich erhoffe mir natürlich, dass die Publizität mir für meine berufliche Tätigkeit hilft und so vielleicht mal ein Auftrag reinflattert.

  9. In einigen US&A-Blogs hab ich in letzter Zeit vermehrt von Modellen gelesen, die extra Software as a Service Produkte “hinter ein Blog” stellen, um via Content Interessenten anzuziehen, welche auf Grund der Thematik vorgefiltert worden sind und durch die Software einen Mehrwert haben könnten.
    Dadurch entstehen monatliche, wiederkehrende Einnahmen, die (in der Theorie) unbegrenzt sind.

    Blogwerk fährt glaube ich eine ähnliche Strategie mit Ihrem Social Media Kit (http://www.blogwerk.com/angebot/social-media-kit/).

    Was haltet Ihr von diesen Ansätzen?

    • Für mich wär das nix. Aber hey, wenn die Texte/Themen gut sind? Wer bin ich, anderen ihre Arbeit/Geschäftsmodelle zu bewerten. Die Transparenz sollte gewahrt bleiben. Aber da könnten sich auch die “Qualitätsmedien” mit ihren “Sonderbeilagen” und ähnlich PR-infiltrierten Journalismus-Erzeugnissen eine Scheibe abschneiden.

  10. „Ein Blick in meine Blog-Buchhaltung beweist, dass man auch mit “Lousy Pennies” auf seine Kosten kommen kann.“

    Hm. Beweist der Blick in die Buchhaltung nicht gerade das glatte Gegenteil? Zu den Kosten gehören – zumindest bei mir als Freiberufler, der von seinen Texten/Honoraren leben will – auch die Arbeitszeit, die man in ein Blog investieren muss. Für einen Hobby-Blogger, der seinen Lebensunterhalt mit einer Festanstellung bestreitet, mag es ja ganz nett sein, am Jahresende für sein Hobby nicht draufgezahlt zu haben. Für alle anderen sind die Einnahmen aber noch nicht mal lausige Pennies.

    • War ja klar, das jemand jammert. ;-) Zur Erinnerung: das ist ein HOBBY! Dafür sind diese Lousy Pennies recht ordentlich. Außerdem: Ich bekomme ja eine Kompensation für meine Arbeitszeit. Lies nochmal den 3. Absatz bis zum Schluss.

        • Wollte hier nur mal aufzeigen, dass Kleinvieh auch Mist macht. Wenn man alles zusammenwirft (mit anderen Einnahmequellen) wird ein Schuh draus, mit dem man laufen kann.

        • Alles richtig – nur gibst Du mit jedem Sponsor ein Stück Deiner Freiheit auf.
          Ich finde die Aufstellung unter dem Gesichtspunkt, für sein Hobby bezahlt zu werden, sehr aufschlussreich und durchaus auch lohnend. Leben kann man davon in aller Regel genau so wenig wie von Büchern (es sei denn, es ist ein so gängiger Titel wie Deiner und selbst dann dürfte es schwer werden), es ist aber ein Instrument der Selbstvermarktung, das die Präsenz schafft, die man benötigt. Das ist wiederum wie die Konkurrenz zwischen dem freien Journalisten und dem pensionierten Studienrat, der aus Spaß an der Freude Zeitungsberichte schreibt. Der will davon ja auch nicht reich werden. Im übrigen habe zumindest ich Deinen Beitrag nicht als Jammern verstanden, sondern vielmehr als den Hinweis, mal genau nachzusinnen, was man damit eigentlich verbindet, zu bloggen.

    • Das sehe ich etwas anders, lieber Giesbert, wenn ich Sie hier duzen darf:

      Durch jeden Beitrag im Internet werden Sie und Ihre Meinung bekannter. Gern stehe ich allen Printmedien als freier Reporter zur Verfügung und habe so auch schon sehr lange Zeit für OS-Radio und verschiedene Zeitungen gearbeitet.

      Die Meinungsfreiheit ist ein wichtiges Gut aller demokratischen Nationen. Warum aber werden meine Zeilen hier erst gezeigt nach Prüfung durch Unbekannte und was kann ich machen, wenn die prüfenden Personen nicht meiner Meinung sind?

      Zensurfreiheit entsprechend dem vorläufigen Grundgesetz von Deutschland verstehe ich irgenwie anders.

      • „(es sei denn, es ist ein so gängiger Titel wie Deiner und selbst dann dürfte es schwer werden)“

        Meine Bücher finanzieren mir rund ein Viertel meines Lebensunterhalts – nur vom Bücherschreiben kann ich nicht leben. Ich kenne auch keinen Kollegen, bei dem das signifkant anders wäre (ok – ich kenne auch keine Bestsellerautoren mit Millionenauflagen ;-))

      • „Das sehe ich etwas anders, lieber Giesbert, wenn ich Sie hier duzen darf:“

        Ja, natürlich. Aber warum tust du das dann nicht ;-)?

        Anyway: Bekanntheitsgrad und damit Marktwert steigern ist imho vielleicht die wichtigste Funktion eines mehr oder weniger professionell betriebenen Blogs (da gehören meine zB nicht dazu, weshalb ich da überhaupt nichts einnehme ;-)). Es ist sicher schön für Richard, dass er über Affiliate-Links ein paar Euro einnimmt – ungleich wichtiger ist aber wohl, dass er sich über die gleichbleibend hohe Qualität seiner Beiträge einen hervorragenden Ruf eschrieben hat, der sich andern Orts und in anderen Medien in klingende Münze umwandeln lässt.

  11. Ich hab mit meinem Blog erst vor etwa drei Monaten angefangen und noch gar nichts in die Seite integriert, mit dem sich irgendwelche “Lousy Pennies” verdienen lassen. Ich befinde mich noch in einer gewissen Learning-by-doing Phase. Und an mehreren Stellen habe ich gelesen, man soll am Anfang am besten gar keine Werbung schalten, um den Eindruck zu vermeiden, es gehe um Werbung und nicht um Content. Mir würde es als eine Form der “ideelen Bezahlung” schon ausreichen, mal zu erfahren, ob überhaupt einer liest, was ich schreibe. Vielleicht mache ich auch irgendwas kapitales falsch mit der Art und Weise, wie sich mein Blog darstellt. Über Tipps des ein oder anderen Profis, der hier verkehrt, würde ich mich freuen. Aber Vorsicht: blutiger Laie am Werk. Alles was auf meiner Seite zu sehen ist, habe ich mir irgendwie selbst beigebracht und erbastelt…

  12. Sehr interessant, danke für den Einblick.
    Aus meiner Sicht sind die stabilsten und effektivste Einnahmemöglichkeit Werbebanner im Blog. Das ist langfristig planbar und erfordert (bei einem guten Blog bzw. Preis-Leistungs-Verhältnis) kaum Aufwand.
    Nachteil: man setzt sich damit selbst unter Druck, weil die Werbepartner natürlich auch möchten, dass der Blog lebendig ist und viele mitlesen.
    Auf jeden Fall finde ich die aufkommende Diskussion um die Monetarisierungsmöglichkeiten von Blogs – auch bei den “seriösen Topblogs” – sehr hilfreich. Wir müssen weg von der “Alles ist umsonst” oder “geiz ist geil” Mentalität. Gute, kreative oder investigative Arbeit hat eben ihren Preis. Es muss nur mit möglichst wenig Aufwand handelbar sein – und darf nur nicht umkippen und der Eindruck entstehen, als hätte man nur die Dollarnoten in den Augen. Insofern ist es immer gut, wenn man den Lesern das Gefühl vermittelt, dass man nicht das letzte aus ihnen herausquetschen möchte. So wie Du das hier ja machst :-)
    Viel Erfolg weiterhin.
    Gruß, Martin

  13. Respekt Richard!

    Wären doch nur alle Blogger so offen. Wir versuchen ja mit unserem Dienst auch den Bloggern ein wenig mehr die Taschen zu füllen, aber dazu muss eben sich auch ein wenig öffnen und über seinen Schatten springen.

    Blicken wir auf Deine Jahreszahlen oben, können wir gerade in Deinen Fall schon behaupten, dass wir dann wohl eines der ertragreichsten Modelle anbieten könnten.

    Grüße
    Marco

  14. Ich habe bisher gar keine Einkünfte meiner Blogs, da ich auch nur selten etwas blogge. Ich betreibe die Seiten hauptsächlich, um mich damit zu spielen bzw. um sie als Wissensspeicher bereit zu stellen. Hab auch dementsprechend nur ein paar Visits am Tag.

    Bisher ist für mich noch nicht der Durchbruch gekommen, für einen Blog wirklich periodisch thematisch etwas bieten zu können, was sich monetarisieren ließe. Das Studium und andere Sachen rauben da meist zu viel Zeit.

  15. Hey Richard,

    Schöner Artikel. Ich muss dir ehrlich sagen, dass mich der Amazon-Punkt am meisten überrascht hat. Ich hätte nicht gedacht, dass dort so viel zu holen ist.

    Zu deiner Frage: Ich bin auch in der glücklichen Lage, mit meinem Blog und anderen Projekten auf Null rauszukommen, manchmal sogar ein bisschen Plus zu haben. Das liegt aber vor allem an Honoraren, die indirekt über das Blog kommen, weil sich Kollegen darüber an mich wenden. Flattr ist auch dabei, wird aber eher weniger geklickt. Inmerhin bekomme ich damit pro Jahr die Serverkosten zu 50% raus, die allerdings deutlich unter deinen liegen. Flattr+Honorare reichen mir bisher. Ich werde aber bald auch mal weitere Möglichkeiten testen (Instacanv.as finde ich sehr spannend und natürlich Amazon).

    Liebe Grüße, Tobias

    • Haupteinnahmequelle: Google Adsense. Dazu hier und da ein paar Euro über Affiliate-Links und ein bisschen Amazon. Nettes Taschengeld, alle Ausgaben sind gedeckt, passt (für mich)!

  16. Hallo, danke für die Offenheit! In einem Punkt möchte allerdings widersprechen: Ich finde es durchaus legitim Sponsored Posts zu schreiben – solange man sie dem Telemediengesetz entsprechend markiert. :-) Bei den Agenturen handelt es sich auch keineswegs grundsätzlich um Briefkastenfirmen. Diese Erfahrung habe ich ehrlich gesagt überhaupt noch nie gemacht.

    Natürlich kommt es immer auf das Blog an! Ich schreibe ein Modeblog, präsentiere hier sowieso häufiger Produkte, es ist eigentlich ohnehin eine Werbemaschine! :-))) Warum sollte ich mir eine Verlinkung nicht ab und an zahlen lassen, wenn ich es kenntlich mache?

    • Habs gerade schon beschrieben – brauch viel Kapazität für Video und andere Dinge, die indirekt auch mit meinem Blog zusammenhängen. Schon okay so.

      • Das kann da, glaube ich, auch ganz schön schnell sehr viel werden, was man da an Speicher etc. benötigt. Ich habe selbst als ich mit meinem Blog angefangen habe, das kleinste Hosting Paket mit 1GB Speicher genommen und gedacht, da kannst du Jahre bloggen und wirst die Grenze nie ausreizen. Neulich wollte ich dann ein weiteres Plugin in WordPress installieren, was aber ständig gescheitert ist und Warum? Speicher voll!! :-)
        Schöner Blog hier übrigens, gefällt mir!!

  17. moin Richard, ich tippe hier gerade vom Fussboden. Mich hat es aus dem Stuhl gehauen als ich gelesen hab das Du 480,- € für das hosten Deiner Website ausgibst.
    wieso haust Du denn soviel Kohle fürmdiesen Posten raus. Es gibt wiklich Top Anbieter die für die Hälfte oder weniger super stabile Präsenzen mit hervorragenden Latenzen anbieten.
    Oder bist Sponsor von “GoldenPalace Hosting” ;->

  18. Ich nehme hier und da was über amazon mit. Das ist aus meiner sicht auch die lukrativste Methode für low- und medium-traffic blogs.

    Böse wird es, wenn Leute offensichtlich und AUSSCHLIEßLICH wegen der Euronen bloggen.

    • Solange es transparent ist, habe ich keine Probleme damit, auch dann nicht, wenn die Monetarisierung vor dem Inhalt steht. Die Leser sind nicht nicht dumm – wenn ein Blog Grütze ist, klickt nach einer Weile auch keine Sau mehr auf irgendwelche Links.

  19. Was mich an zwei Einnahmequellen stört: Bei Amazon kaufe ich grundsätzlich nicht, daher möchte ich auch ungern Werbung/Produktlinks dieser Firma sehen. Warum ich dort nicht kaufe, sollte allgemein bekannt sein, oder?
    Ein Sponsor profitiert von deinem Image, aber auch das Image des Sponsors überträgt sich zum Teil auf dich. Als ich jedenfalls von deinem diesjährigen Sponsor gelesen habe und ein bisschen weiter geschaut habe, wer das ist bzw. was der macht, habe ich mich bei deinem Blog abgemeldet.
    Ist natürlich nur einer von einer Million, aber der Effekt ist somit bewiesen. ;-)

    • Hallo Bob. Nein, ist (zumindest was mich betrifft) anscheinend nicht allgemein bekannt. Die Amazon-Links findet man ausgerechnet hier auf gutjahr.biz in solch übersichtlich-homöopathischen Mengen, das ich diese als Teil der Monetarisierung erstens nicht wahrnehme und zweitens durch den expliziten Hinweis darauf als besonders transparent und “fair” empfinde. Zumal ab und an richtige Highlights dabei sind, bei denen ich direkt “zugeschlagen” habe. Auch das mit dem Sponsor habe ich nicht wirklich kapiert, aber sei es drum. Das Killerargument gegen Amazon würde mich schon interessieren…

  20. Hey Richard,

    ich finde diesen Artikel — wie auch den gesamtem Blog — hervorragend und informativ. Du hast mich schon auf viele Dinge aufmerksam gemacht. Nur das flattrn vergesse ich allzu gerne, gleich für diesen Blogpost nachgeholt :)

    Rock on!
    Alex

  21. Ein Blog/Magazin, an dem ich beteiligt bin, ist groß genug für einen Exklusivvermarkter (derzeit 200-300k PIs monatlich).

    Das bedeutet deutlich mehr Blinke-Werbung auf der Seite, bringt manchmal höhere Einnahmen – ist aber immer noch zu wenig, um davon leben zu können (nebenbei: es ärgert mich immer wieder, dass so starr nach TKP abgerechnet wird).

    Es gibt natürlich noch andere Einnahmequellen (wie Amazon oder andere Affiliates), letztlich ist aber die Lust begrenzt, bei einem Hobby so viel Aufwand in eine – ungewisse – Monetarisierung zu stecken. Flattr war bei uns übrigens ein Totalausfall.

    Mein eigenes kleines Blog gibts noch nicht, demzufolge auch keine Einnahmequelle. Sollte es an den Start gehen, werde ich wohl mal stilanzeigen probieren. Das setzt, ähnlich wie Du Richard, auf Exklusivität und sollte meines Erachtens unterstützt werden.

    • Tolle Auflistung. Und erstaunlich, womit du Geld verdienst. Gerade bei Instacanvas bin ich echt überrascht – hätte niemals gedacht, dass wirklich jemand gerahmte Instagram-Bilder von anderen Menschen kauft!

      • …Instacanvas ist ein Gag. Zeigt aber auch, dass es durchaus Sinn macht, Dinge einfach mal auszuprobieren statt immer nur zu jammern, dass das Internet und all seine Bewohner doof sind.

  22. Hallo Richard,

    nette Auflistung, insbesondere auch die Kosten finde ich sehr interessant. Habe das bei mir gar nicht auf dem Schirm.

    Ich selbst habe vor einiger Zeit aufgehört irgendwelche Werbung zu schalten, verzichte also auf jegliche Einnahmen. Das Hosting kostet mich dank Agenturjob zum Glück genau nichts, aber hier und da ein Bild, Kamera usw macht dann wohl doch eine ordentliche Summe im Jahr, muss ich mal beobachten :D

    Das Einzige, was ich als Benefit fürs Bloggen mitnehme sind eben Einladungen zu allerlei Events oder gar zu persönlichen Treffen – da lasse ich mir dann Reise & Unterkunft bezahlen.

    Die, für mich persönlich, unschätzbare Entlohnung fürs Bloggen sind aber die ganzen tollen Kontakte die sich über Jahre ergeben – das macht wirklich Spaß und bringt mich auch weiter (bis zu bezahlten Projekten^^).

    Aber wie gesagt, die eigenen Ausgaben muss ich auch mal beobachten…

  23. Servus,
    dumme Frage, immer wieder sehe ich solche Kostenauflistungen von größeren Blogs. Und frage mich warum zur Hölle sind die Hosting Kosten so hoch?
    Ich habe nur einen recht wenig besuchten Blog, aber ich zahle auch nur ca 20€ im Jahr für das Hosting für 2Gb Speicher (Mehr brauche ich auch bei 400 Artikeln nicht, da ich Bilder meist von Flickr habe) und unbegrenzter Traffic.

    Das ganze ist jetzt eine rein technische Frage? Was ist bei euch dann anders?

    • Ich spreche jetzt nur für mich, keine Ahnung wie das Andere sehen:

      Wenn Dein Blog mehr als ~150 Besucher pro Tag hat, was imho noch recht wenig ist, macht sich ein vernünftiges Hosting bezahlt. Ich wurde zum Beispiel mal irgendwie auf Spon verlinkt, brachte binnen knapp 2 Stunden über 7000 Besucher. Bei so etwas will man doch auf gar keinen Fall dass das Blog nicht mehr erreichbar ist weil der Server in die Knie geht.

      Hinzu kommt, dass WordPress mit einigen PlugIns schnell ziemlich hungrig wird und wer will schon ewige Ladezeiten?

      Aber letztlich muss das Jeder für sich entscheiden. Nur 20€ im jahr ist schon sehr, sehr wenig – und damit vermutlich auch sehr eingeschränkt. Laufen Deine Mails auch über das Hosting?

      • Nein Mails laufen nicht über das Hosting. Ich bin so in der Größenordnung zwischen 100 und 200 Besucher pro Tag.

        Meine Ladezeiten sind eigentlich wirklich gut (Nicht gemessen sondern nur vom Gefühl und im Vergleich zu anderen Seiten) allerdings ist mein Design auch schlicht. Ich habe viel Text und wenig Artikel auf der Startseite. Außerdem kaum PlugIns. Das alles brauche ich eigentlich nicht.

        Keine Ahnung inwieweit ich eingeschränkt bin – ich habe noch nie etwas davon gespürt..

        Von SpOn wurde ich leider noch nicht verlinkt, sonst könnte ich dir sagen was der Server so verträgt. Ich fürchte die Redaktion wird auch nicht darauf eingehen wenn ich sie aus Testzwecken darum bitte :D

  24. Wow, tolle Aufstellung. Meine Erfahrung hat gezeigt das ich nur bei Adsense Geld verdienen kann. Bei Amazon und dem anderen kram ist nichts bei rum gekommen. Bei 1k Besuchern am tag nur 30-40€ durch Adsense ist aber auch sehr dürftig… Ich muss mal wieder herumexperimentieren…

  25. Interessant, aber sind Win-Win-Modelle wie Deines nicht am Ende doch schöngerechnet? Ich schätze, Du veröffentlichst zwischen 150 und 200 Texte im Jahr. Oder besser: Du verschenkst Sie. Deine Arbeitskraft, die Stunden der Recherche und des reinen Schreibens werden nicht bezahlt. 150 Texte x 50 Euro = 7500 Euro. (Milchmädchengerechneter Verlust.) Wenn man es genau nimmt, fährt so ziemlich jeder Blogger ein fettes Minus ein. Und in einer Zeit, wo das Thema der “Ausbeutung” von Journalisten und Autoren groß geschrieben wird, muss man Win-Win als Selbstausbeutung sehen, wenn nur das Material berechnet wird und nicht die Kreativität. Insofern kann man Bloggen bestenfalls als Hobby ansehen. Kostendeckung ist gut, etwas mit dem Blog zu verdienen, wäre besser.

    • Schöner Spruch, den ich irgendwo aufgeschnappt habe: Wenn mich schon jemand ausbeutet, dann tu ich das doch lieber selbst. Hast den Sponsor vergessen. Der kompensiert – wenn man so will – meine Arbeitszeit. Sonst alles richtig.

  26. Hey Richard,

    was ich mich gerade frage:
    Warum meldest du deine Beiträge nicht bei der VG Wort an?
    Wir zahlen ja alle fein unsere Abgaben beim Kauf von Druckern, PCs, Laptops, Handys… :-)

  27. Vielen Dank für die offenen Worte bzw. die offene Kalkulation! Und gut, dass entsprechende Anfragen in deinem BULLSHIT-Ordner landen ;) Ich bin noch ein relativ frischer Blogger und mache mir auch so meine Gedanken über die Finanzierung… LG, Günter

  28. Meine Zielgruppe sind ca. 10.000 Menschen, von denen natürlich nur ein Bruchteil meinen Blog liest. Amazon, Youtube, Google Adsense sowie Affiliate funktionieren nicht. Ein Hauptsponsor wäre interessant, wurde aber noch nicht gefunden. Ich verkaufe Werbeprofile an örtliche Geschäftsleute, die dann in speziellen Kategorien per Blogpost für sich werben können. Mein Versprechen ist: Je mehr Leute hier werben, desto regelmäßiger berichte ich per Video aus unserer Samtgemeinde. Diejenigen, die sich darauf einlassen, kommen aus sehr unterschiedlichen politischen Lagern, sodass eine redaktionelle Beeinflussung nicht sehr wahrscheinlich ist. Um den Blog richtig zu betreiben müsste ich mindestens einen Halbtagsjob daraus machen. Davon bin ich noch weit entfernt, aber wie es scheint auf dem richtigen Weg.

  29. Tooler Artikel! Allerdings fällt mir auf das Amazon immer weniger Provision gibt, gerade bei Drittanbieter Shops. Redaktionell vorgeschriebens lehne ich auch generell ab, für was hat man selber sein Hirn und Kamera.

  30. Sehr offen. Sehr ehrlich und sehr gut. Reich sollte man vielleicht mit einzigartigen Dingen werden die noch keiner vorher erfunden hatte. Wie damals als Google gegründet wurde. Oder zum Beispiel Facebook. Doch mit einer webseite Als unerfahrener wird man nicht reich, wenn man realistich bleibt. Was aber wirklich machbar ist, ist ein kleines Solides Nebeneinkommen. Wenn man dieses dann verdoppelt ist auch nicht schlecht. Und wenn man dann seine Projekte optimiert kann sogar etwas mehr rauskommen. Die Frage die die meisten dazu haben ist, wie mache ich das. Und bevor man dieses Geheimniss gelüftet hat, geben die meisten dann auf. Deshalb schreiben dann viele das Geld verdienen im Internet nicht möglich ist. NAJA. Ich finde das dieser Blog auf jeden Fall Respeckt verdient , da hier offen und ehrlich und realistisch alles wiedergegebn wird und einem keine Illusionen verkauft werden. RESPECKT weiter so.

  31. Mit Blogs Geld zu verdienen, die nur als Hobby bzw privat geführt werden, ist nicht einfach.

    Entweder Du schreibst zu Themen, die richtig Traffic bringen und wo es passende Partneprrogramme gibt oder es wird schwierig. Links vermieten ist zwar für viele Blogger eine Einnahmequelle, aber nicht Google komform und daher nicht ungefährlich.

    Eine Spezialisierung auf ein Thema wie z.B. Online Marketing oder Hundeerziehung wäre einfacher zu vermarkten z.B. durch eigene E-Books, Videokurse oder Bewerbung von empfehlenswerten Produkten.

  32. Ich persönlich fahre ganz gut mit AdSense. Wenn man mindestens eine mittelgroße Nische beackert, in der die durchschnittlichen Klickpreise nicht gerade nur 10 Cent, sondern 50 Cent oder mehr betragen, wirft AdSense, wenn der Traffic einmal da ist, durchaus etwas ab.

    Aber zugegeben: Wenn es ein sinnvolles Partnerprogramm oder Direktvermarktungsmöglichkeiten gibt, dann werfen diese natürlich mehr ab.

  33. @Stephan H. – Habe Ihren Werbe-Kommentar gelöscht. Das hatte nichts, aber auch gar nichts mit diesem Thema hier zu tun. Ihre Kettenbrief-Videos bitte woandes verbreiten.

  34. Ich versuche verschiedene Verdienstmöglichkeiten mit meiner Internetseite. Bisher hält sich der Erfolg aber stark in Grenzen. Auszahlungen bis jetzt Fehlanzeige. Nun versuche ich einen kleinen Blog zu starten, mal sehen.

  35. Also ich habe neben google-Adsense auch Contaxe eingebunden und da bekomme ich täglich einige Klicks zusammen, so das da im Monat auch paar Euro zusammen kommen. Nicht viel, aber immerhin.

    Mit Flattr habe ich gerade mal 1€ in knapp einem Jahr bekommen :(

  36. Hallo,

    der Artikel ist sehr interessant und gefällt mir sehr. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie zu dem Thema weitere Artikel schreiben würden.

    Vielen Dank für die Tipps und weiter so!

    Schöne Grüße

    Raph

  37. Vielen Dank für die gelungene Übersicht.
    Ich denke auch das ein Mix aus verschiedenen Finanzierungsalternativen ein guter Weg ist.
    Natürlich funktioniert die ein oder andere Herangehensweise je nach Art und Größe des Blog besser oder schlechter.
    Mich persönlich würde interessieren, ab welchem Besucheraufkommen sich welche Verdienstmethode für einen Blog am Besten eignet?

    Besten Dank im Voraus.

    Freundliche Grüße aus der Ortenau
    Daniel

    • Ab 1000 Besuchern am Tag würde ich auf alle Fälle einen (oder mehrere) Sponsoren empfehlen. Am besten selbst anschreiben, verhandeln und managen, die Zwischenhändler streichen bis zu 70% ein.

    • Bücher zum Thema Blogs? Muss ich passen. Mein Tipp: Einfach ins kalte Wasser springen und regelmäßig bei etablierten Blogs “abschauen” und lernen. Steve Jobs: “Good Artists copy, Great Artists steal!”