7 Gründe warum Facebook fertig hat

Lust auf eine Wette? Ich wette, dass Facebook fertig hat. Aus. Vorbei. Flasche leer. Zugegeben, ich bin nicht der Erste, der das sagt. Tatsächlich deutet vieles darauf hin, dass das Freunde-Netzwerk seine besten Jahre bereits hinter sich hat.

1. Einsetzender Facebook-Exodus

In den USA, also dort, wo der Facebook-Hype 2004 seinen Anfang nahm, gehen die Nutzerzahlen zurück. 1,1 Prozent Rückgang im ersten Halbjahr. In 14 weiteren Ländern schwindet das Mitgliederwachstum, in 23 weiteren Nationen mit mindestens 50 Prozent Marktanteil stagnieren die Zahlen (Quelle: Handelsblatt/Bloomberg). Verglichen mit den enormen Zuwächsen der Vergangenheit ist diese Entwicklung durchaus bemerkenswert.

2. Facebook ist unbeliebt

In den USA gilt Facebook als das unbeliebteste Web- und Medien-Unternehmen überhaupt (Quelle: Zeit Online/American Customer Satisfaction Index). Kein Wunder: Wenn man sich in seinem Bekanntenkreis umhört, dann ist niemand wirklich gerne auf Facebook, sondern vor allem deshalb, weil die anderen auch dort sind.

3. Die Rendite-Falle

Durch den Börsengang muss das Unternehmen in Zukunft deutlich mehr Gewinn abwerfen, sprich, die Daten seiner Nutzer noch aggressiver ausschlachten. Das dürfte wohl noch mehr Menschen vergraulen.

4. Das Verlierer-Image 

Eigentümer und Banken haben sich mit dem Börsengang die Taschen vollgestopft. Seitdem befindet sich die Facebook-Aktie im freien Fall. Spätestens wenn das Papier zur Pennystock verkommt, dürfte sich das auch auf die Community niederschlagen: Wer möchte schon Mitglied in einem Loser-Netzwerk sein?

5. Facebook hat keine Smartphone-Strategie

Das Internet ist mobil geworden, der stationäre PC ist Geschichte. Nur: Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat offenbar keinen Schimmer, wie er seine Plattform sexy kriegt für die Nutzung unterwegs. Noch viel weniger weiß er, wie er damit Geld verdienen soll.

Stand Juli 2012 / Quelle: go-gulf.com

6. Die Konkurrenz

Zwar rangieren andere Netzwerke wie Twitter oder Google Plus weiterhin unter ferner liefen. Doch anders als im analogen Leben stimmen die Online-Kunden nicht mit den Füßen ab sondern bequem mit dem Finger. Die Konkurrenz ist nur einen Klick entfernt.

7. Verspieltes Vertrauen

Ist der Markt erst einmal gesättigt (siehe Punkt 1), bleibt einem Unternehmen nur noch eines: Vertrauen. Facebook aber hat das Vertrauen seiner Nutzer verspielt und das auf Lebenszeit. Datenschutz? Persönlichkeitsrechte? Die brachiale Wachstum-um-jeden-Preis-Strategie beginnt sich zu rächen. Kein Kurswechsel, keine Image-Kampagne der Welt könnte daran noch etwas ändern.

Die Wette gilt: Facebook hat fertig. Mein Wetteinsatz: 10 Linden-Dollar von meinem Konto auf Second-Life.

Wer hält dagegen?

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68 Gedanken zu “7 Gründe warum Facebook fertig hat

Zitiert von
  1. Facebook steht vor dem Aus, oder? › www.lucas-scheel.de

  2. Neue Twitter Strategie: Leute, lernt endlich draus!

  3. Links fürs Wochenende

  4. zeugs am montag « blubberfisch

  5. Linksammlung KWs 33 und 34/2012 | daburnas Logbuch

  6. Nicht Facebook nervt, es sind die Firmen dort. | medienrauschen

  7. Kindle-Fav's KW 34 - Vom Sexsteuerautomat bis zum Braufässchen | BuntePixel - Not yet another private blog.

  8. Spotlight (83) | Das rote Blog

  9. Bei einer Million Likes schlafe ich mit einem Hund | Medienwandel | Anlaufstelle für Veränderungen

  10. webdesign – Meine Lesetipps: September 26 Links

      • Fünf Jahre empfinde ich, gemessen an den heutigen Bedingungen, als einen ewig langen Zeitraum. Wenn man die riesige Anzahl der Mitglieder sieht, aber vermutlich auch realistisch – vorausgesetzt, es kommt so, wie du glaubst.

        Aber schon Wahnsinn: Was heute fünf Jahre sind, wären 1450 (Gutenberg) vermutlich 300 Jahre oder mehr gewesen.

  1. Schöner Artikel und interessante These. Als das, was es mal war – also als ein Netzwerk, in dem man seine Freunde trifft, neue kennenlernt etc. – hat Facebook sicher keine Zukunft. Doch als eine Art Meta-Internet, ist es kaum mehr wegzudenken.

  2. Sehr geehrter Herr Gutjahr,
    nehmen Sie es mir nicht übel, aber das sieht mir sehr nach “ich will der Erste sein, der mit der Theorie ums Eck kommt” aus. Natürlich erkenne ich zwischen den Zeilen ihr provokantes Grinsen und ihren Schalk. Aber gleich mit so frech interpretierten Aussagen aufzutreten ist doch ziemlich am Ziel vorbei.

    1. Rückgang? Ziehen wir mal Fake-Account und Doppel-Account ab, wie groß ist dann der Rückgang? Wenn dann bald die Kinder offiziell mitmachen dürfen, kommen bestimmt nochmal ein paar Nutzer dazu. Außerdem hat Facebook in einigen Länder die Sättigung erreicht. Da kann es nur noch leicht nach unten gehen.
    2. Facebook unbeliebt? Tanken ist auch unbeliebt. Aber ich kann auch nicht von heute auf morgen eine Alternative finden. Die Menschen springen nicht blitzschnell in ein neues Netzwerk. Vor allem wenn alle Freunde noch dort sind. Selbst Studie-VZ hat nicht von heute auf morgen gestorben.
    3. Das Ausschlachten der Daten hat und wird niemand vergraulen. Was die Leute vergrault ist die Werbung. Wenn Facebook hier einen langsamen und richten Weg geht, werden ein paar Nutzer abspringen aber der Rest wird bleiben, weil alle bleiben.
    4. Der Aktienkurs ist den Nutzer ziemlich egal. Diese wollen Chaten und Spaß haben.
    5. Dass Facebook bis jetzt keine Smartphone-Strategie hat ist vermutlich richtig. Sobald Werbung innerhalb der Timeline kommt ist auch mobil Geld zu verdienen. Siehe Werbung im Namen meiner Freunde, wenn diese Fan einer Seite werden.
    6. ;-)
    7. Bis jetzt sind die meisten 08/15 Nutzer mit Facebook zufrieden. “Nur” ein paar Medienleute (und natürlich die Mimimi-Leute) sehen hinter die Kulissen. Der Rest nutzt das einfache!!! System einfach. Negative Schlagzeilen werden nicht gesehen oder ignoriert. So zumindest meine Erfahrung “auf der Straße”.
    8. Sobald Facebook als E-Mail-Anbieter auftritt, dürfte nochmal richtig Fahrt in die Sache kommen. 70-80% der Nutzer verwenden keine E-Mail-Clients und für viele Surfer ist Facebook eh die Startseite. Warum also nicht alles zusammenlegen. Wer eine E-Mailadresse will, geht zu Facebook und hat alle seine Freunde gleich im Sack (Freunde-Finder).
    9. Vielleicht noch ein paar Werbemails im Monat wie GMX und WEB.de und schon ist auch im mobilen Bereich wieder etwas Geld verdient.

    Da ist noch alles offen…

    Beste Grüße
    Ralf Bachmann

    • Sehr geehrter Herr Bachmann,
      vielen Dank für die profunde Replik und für die fundierten Gegenargumente. So macht Bloggen Spaß! Und ja, in einem Punkt haben Sie mich ertappt: den Schalk. Gleichwohl mich die Frage tatsächlich fasziniert. Wer hätte vor 10 Jahren gedacht, dass Yahoo mal solche Probleme bekommt? Apple an Microsoft vorbeizieht? Dass Instagram (1,5 Jahre alt) mehr wert ist als Kodak??? Ich halte Ihre Argumente allesamt für nachvollziehbar, darum fällt mir nichts weiter dazu ein, als zu sagen: Wir werden sehen. In einem Punkt möchte ich widersprechen: Benzin und Freunde sind zwei verschiedene paar Stiefel. Das Thema “Vertrauen” sollte man hier nicht unterschätzen. Schon gar nicht in einer Welt, in der es um Emotionen, um virtuelle Güter geht und nicht um Autos. Aber wie Sie selbst sagen: alles offen.
      Beste Grüße zurück
      Richard Gutjahr

  3. Facebook ist für mich wie Bild. Keiner liest, kauft und mag es, aber alle wissen bescheid. Oder anders formuliert: Das Ballermann Mallorca der Social Media. Schneller in Verbindung mit einem Twitter-Account kann ich heutzutage kaum eine große Anzahl von Usern erreichen, und hinter jedem Fake-Account steckt ein User, den ich mit Werbung etc. schnell “beeinflußen” kann Ergo: Könnte es noch länger so weitergehen.

  4. Ich halte dagegen. Den Negativ-Hype hatte Google vor zwei Jahren insbesondere bei der deutschen Presse, die im Sommerloch über den Laden hergefallen sind. Die Punkte, die Du angeführt hast, stimmen so weit. Allerdings muss man sich mal vor Augen halten, dass Facebook über 900 Millionen Nutzer hat auf der ganzen Welt. Und es gibt Märkte, da wächst Facebook noch. Klar gibt es gesättigte Märkte wie eben die USundA. Und natürlich braucht Facebook eine Frischzellenkur. Nur kommt die eben nicht über Nacht. Der Börsengang ging gehörig in die Hose. Der Image-Schaden daraus ist gewaltig. Nur geht ein Unternehmen wie Facebook aber auch nicht von heute auf morgen unter. Wenn dem so wäre, dann wäre Google schon längst von der Bildfläche veschwunden. MySpace existiert ja auch noch … ;-)

    Wie geht es weiter? Ich schätze, Facebook muss sich neu erfinden. Das können sie, wenn sie denn wollen und nicht stehen bleiben. Der Instagram-Zukauf ist ein erster Schritt. Die kommende Facebook-App bringt hoffentlich die Grundlage für ein besseres mobiles Facebook. Der Wechsel von HTML-Gerüst zu C++ (glaube ich) war bitter nötig. Facebook ist schneller geworden.

    Google+ hingegen hat “nur” 170 Millionen registrierte Nutzer. Wobei man sich darüber im klaren sein muss, dass man bei einem Google-Account automatisch dabei ist. Ob man nur Mail nutzt oder die ganze Google-Palette inklusive G+. Hier mogelt Google gewaltig. Andere vermutlich ähnlich. Twitter ist stärkster Wettbewerber und danach kommt erstmal nicht mehr viel. Denn außer Facebook, Twitter und G+ gibt es kein echtes soziales Netz mehr. Pinterest ist zu Speziell. Diaspora ist kläglich gescheitert trotz guter Vorsätze.

    Was kommt? Schaun mer mal … ;-)

    • Guter Artikel, der es schön auf den Punkt zu bringen versucht. Ich beziehe mich mal auf Punkt 5. Eine Smartphone-Strategie gibt es schon und sie wird auch weiter ausgebaut. Das sieht man an den vielen neuen Werbeformen wie Sponsored Post und die neuste Variante der In-Stream-Ads für Unternehmen. Die einzige Chance im mobilen Sektor Werbung zu fahren ist über den Newsstream. Ich glaube das wird funktionieren, wenn es nicht zu penetrant wird. Ein schmaler Grad. Mal schauen…
      Ganz aufgeben würde ich Facebook noch lange nicht!

  5. Hallo Richard,

    die Untergangs-Theorien über Facebook sind ja die letzten Wochen in Mode gekommen.

    Die aktuell Diskussion erinnert mich an den Markteintritt von Google AdWords 1998/99 da schrieben viele Journalisten und “Experten” von einer Werbeform, die keine Chancen hat.

    Heute dominiert diese Online-Werbeform den Weltmarkt.

    Aber, zu Facebook zurück:

    1. Facebook hat aktuell Probleme an der Börse und ist just die letzten Tage dabei ein
    regelrechtes Innovation-Feuerwerk zu starten.

    Neuerungen im Überblick:
    https://www.facebook.com/muenchensocialmedia/posts/355954967818622

    Zusätzlich kommt heute die Veröffentlichung des iOS Apps dazu

    2. Eine sehr interessante Werbeform hat Facebook heute ebenfalls gestartet.
    und steigt damit ins Suchmaschinen Marketing ein! Ab heute können
    Top-Positionen der Facebook Suche gebucht werden.

    Dies ist für mich die Vorstufe einer Facebook Suchmaschine, die in Zusammen-
    spiel mit Bing (Microsoft) an den Start gehen wird.

    Es wird bald eine Art Facebook “Ad Words” geben – mit der Display-Werbung
    verdient man jetzt schon gutes Geld.

    Die Vorstufen dieser Suchmaschine werden hier beschrieben:

    http://onlinemarketing.de/news/neues-bing-feature-facebook-tagging

    Mit dieser neue Suchmaschinen-Marketing Strategie mit Social Media Targeting
    wird Facebook die Werbewelt begeistern.

    3. Facebook spielt für mich in Moment für mich ca. 30% seiner möglichen
    Potentiale aus – da werden sich noch sehr, sehr gute Geschäftsmodelle entwickeln.

    ………. ein “habe fertig” von Facebook ist noch lange nicht zu sehen …….

    Viele Grüße

    Bernd Gillich

  6. ICH… Gemäss neusten Studien zählt Facebook gerade bei Jugendlichen nämlich zu den grössten Informationsquellen und wird – wie die Grafik hier in diesem Artikel auch zeigt – von knapp einer Milliarde Menschen genutzt. Ok, 1 Milliarde hat ein Account, ob sie’s auch nutzen sei jetzt mal dahingestellt… Aber trotzdem. Sowas hat vorher noch keine andere Plattform geschafft. Und ganz ohne Grund sind nicht so viele Menschen Facebook beigetreten.

    Weiter bin ich der Meinung, dass der Zuckerberg kein dummer Junge ist und Wege finden wird, das Ding zu Geld zu machen. Die momentane Situation hat vor allem mit der hysterischen Medienberichterstattung und den überhöhten Erwartungen an den Börsengang zu tun. Wie damals zu Beginn des neuen Milleniums, als alle schon von der Zukunft träumten und dann ernüchtert die Realität der “dotcom” Blase annehmen und entsprechend bluten mussten. Also – immer schön langsam mit den wilden Pferden.

    Zugegeben – Facebook steht vor grossen Herausforderungen. Aber im Vergleich mit ALLEN anderen, stehen sie auf einem grossen Berg von Geld und können es sich leisten Zeit verstreichen zu lassen. Mit dem Geld können sie ja dann die Aktien wieder kaufen, wenn sie die Talsohle erreicht haben und danach – und ich sage Euch, das WIRD so sein – wenn die Aktien wieder steigen, ERNEUT damit verdienen…!

    Dazu noch folgender Gedanke: Ihr habt ja inzwischen alle eine Vorstellung vom Zuckerberg. Ist es so unwahrscheinlich, dass das alles sogar GEPLANT war? Ich sage nicht, dass es so WAR, aber jedenfalls könnte ich es mir vorstellen.. Unterschätzt den Mann nicht… Einige haben das schon getan (z.B. seine ursprünglichen Auftraggeber) und sich dabei geschnitten… Also – seid vorsichtig mit übereilten Urteilen…

    • Niemand hält Zuckerberg für blöd. Genauso wenig wie Bill Gates oder Mike Sculley (Ex-Apple-CEO) blöd waren. Jedoch: Kein Erfolg ist für die Ewigkeit. Für die Internet-Branche gilt das besonders. Ich mag Recht behalten – vielleicht auch nicht. In einem Punkt aber bin ich mir sicher: Das Unternehmen steht momentan an einem Scheidepunkt.

  7. Ach ja – noch was… Bitte hört endlich auf “soziale Netze” zu sagen. Die Netze sind NICHT sozial. Die eher richtige Terminologie wäre meiner Meinung nach etwas wie “Gesellschafts-Netzwerke” oder “Gesellschafts-Medien”…

  8. In Amerika starten Dinge, aber sie muessen dort nicht zu Grunde gehen. Siehe Orkut in Brasilien. Wie schon kommentiert, ist Saettigung nicht ein Zeichen fuer Scheitern, sondern Erfolg. Facebook ist in Asien (ausser China) extrem populaer und erfolgreich, und die ueberwiegend junge Bevoelkerung schert sich nicht um die Firstworldbedenken der westlichen digitalen Elite.

    Und 5 Jahre sind einfach zu nennen, das ist eine Ewigkeit im digitalen Zeitalter.

    • Alles richtig. Aber den 5-Jahres-Zeithorizont halte ich für legitim. Kein Mensch würde behaupten, dass FB über Nacht 955 Millionen Nutzer verliert.

  9. Ich mag den Zuckerberg nicht. Gates hab ich auch nie gemocht.
    Und so arrogant wie diese Personen finde ich auch ihre Produkte.
    Nicht das Jobs nicht auch arrogant war. Aber er hatte ein anderes Karma — oder überhaupt welches.

    Ich frage mich seit langem was die Leute so an FB toll finden. Zwei mal habe ich den Versuch unternommen mit einem Account dieses zu ergründen. Jedesmal schreckten mich die Freundschaftsanfragen von Leuten wieder zurück, denen ich im realen Leben weitestgehend erfolgreich aus dem Weg gehe. Und dann diese Einblendungen von Spielen und Apps, die man dann wieder nervig in den Einstellungen filtern muss.
    Überhaupt diese Einstellungen die so verschachtelt sind das man ein Buch braucht um alle eigenen Daten zu schützen.

    Diese Auto-Foto-Tagging-Geschichte hat mich dann das letzte Mal rausgetrieben.

    Ich persönlich finde G+ interessanter und auch transparenter. Zumindest kann sich Google positiver verkaufen. Allerdings bin ich mehr so ein Twitter-Junkie.

    Ob es in 5 Jahren FB noch gibt? Eine schwierige Frage… Die Frage ist auch eng damit verknüpft wie sich die Kommunikationsgewohnheiten durch neue Hardware ändern. Zum Beispiel sowas wie die Google-Brille. Die Entwicklungszyklen neuer Technik werden ja immer kürzer. Wie wird FB da mithalten können?

    Google verknüpft momentan alle Dienste in G+. FB muss diese Dienste für sich erstmal entwickeln.

    Und diesen Börsenhype habe ich auch nicht verstanden. Haben die Leute wirklich alle an einen schnellen Anstieg des Börsenwertes geglaubt die dort ihr Geld reingesteckt haben? Die haben seit 2000 alle nichts dazu gelernt.

  10. … doch, da halte ich dagegen: 10 Bitcoins!

    Die nämlich wird es 2017 kosten, sich einen nur auf Facebook verfügbaren Artikel der New York Times mittels nagelneuem NokiaRIM Windows X Surface Blackbook von Thomas Gottschalk vorlesen zu lassen, während wir in unserem E-Mini vollautomatisch durch die GoogleZon(e) — wer erinnert sich noch an jenen fiktiven Rückblick durch das “Museum of Media History” aus dem Jahr 2014?!? (1) — kutschieren lassen. Nein? Weil … die NYT ist ja längst nicht mehr online?!?

    Naja, vielleicht so: Griechenland ist 17. Bundesland; Angela Merkel, Präsidentin der Europäischen Union, ist in Verhandlungen mit China über die Auflegung von EurAsia-Bonds, um die darniederliegende Internet-Wirtschaft der USA retten zu können …

    (1) http://idorosen.com/mirrors/robinsloan.com/epic/ols-master.html

  11. Ach Richard, wir müssen aufpassen, dass Blogs nicht bald unter den Glücksspielstaatsvertrag fallen bei all den Wetten… ;-)

    Mit Verlaub: Ich finde Deine Argumente zu flach. Im einzelnen:

    1. Facebook-Exodus: Handelsblatt/Bloomberg sind nicht die Quelle, sondern der Vermittler. Die Quelle heißt laut diesen harten Rechercheuren “Rory Mather von Capstone Investments”. Gib das mal bei Google ein und versuch Rory Mather zu finden. Erstaunlicherweise gibt es nur deutsche Quellen. Warum? Weil Bloomberg den Namen des Herrn falsch geschrieben hat.
    Eigentlich heißt er nämlich Rory Maher, war bisher nur bedingt als Analyst auffällig. Sein Arbeitgeber Capstone hat ein recht dürre Seite und ist bisher nur mit dieser einen Studie PR-technisch in die Schlagzeilen gekommen. Die Behauptung der Facebook-Schrumpfung beruht auf einer selbst geschriebenen Software, niemand hat gefragt, worauf diese Berechnung beruht. Meine selbstgeschriebene Software hat übrigens heute ausgeworfen, dass der sehr, sehr seltene sibirische Schneehase in den kommenden zwei Jahren die Bundesregierung übernimmt.
    Fakt ist: Wir wissen nicht, wie die Zahlen aussehen – das weiß nur Facebook. Laut Allfacebooks Auswertung des Ad Planners sind die Nutzerzahlen in den vergangenen sechs Monaten aber nur in wenigen Ländern gesunken: http://www.allfacebook.de/userdata/?period=6month

    2. Unbeliebtheit: Definitiv ein Thema. Allerdings muss Unbeliebtheit nicht unmittelbare Folgen für die Nutzung haben. Wenn die Wechselhürden hoch oder mögliche Gewinn eines Wechsels gering ist, bleiben die Leute. Derzeit gibt es aufgrund der Netzwerk-Effekte hohe Hürden – und Facebook kostet kein Geld. Also: echtes Argument – muss beobachtet werden.

    3. Rendite: Werbung vergrault Menschen – klingt total logisch. Ist es aber nicht. Ansonsten hätten ja Online-Nachrichtenseiten überhaupt keine Leser mehr. Menschen blenden unnütze Werbung einfach aus, wenn sie nicht zu nervig ist.

    4. Loser-Image: Sehr weit hergeholt. Denn in dem Fall hätte die Telekom – Anfang der Nuller mit massivem Loser-Image gesegnet – ja einst Kunden verlieren müssen. Facebook-Mitgliedschaft ist schon heute kein Coolness-Faktor mehr, sondern eine Alltäglichkeit. Alltäglichkeiten aber sind eben genau das: Der allergrößte Bestandteil unseres Lebens – und so etwas lassen wir nicht so schnell links liegen.

    5. Smartphone-Strategie: Facebook hat keine Strategie? Hast Du mit Mark gesprochen? Ich nicht. Und deshalb weiß ich nicht, ob sie eine haben oder nicht. Was ich weiß: Derzeit monetarisieren mobile nicht. Gestern aber ist die neue und erheblich schnellere iPhone-App erschienen und ich ahne, wie Werbung dort demnächst erscheinen könnte. Das wir aber wohl erst passieren, wenn es eine bessere Android-App (Gott, ist die grottig) geben wird. Facebook hat derzeit aber noch die Ruhe, keine platte Bannerwerbung einzuspielen (was technisch kein Problem wäre). Und das bedeutet für mich: Die haben noch was in petto. Ob das dann funktionieren wird? Wissen wir noch nicht.

    6. Konkurrenz: Sehe ich derzeit nicht. Google+ ist ein an der Technik, nicht am Verhalten orientiertes Angebot. Ansonsten aber gibt es kein Netzwerk, das so breit das menschliche Leben widerspiegelt. Twitter und Pinterest sind komplett anders positionierte Dienste (die Entwicklung bei Twitter finde ich übrigens erheblich kritischer).

    7. Vertrauen: Ist ein valider Punkt. Nur: Er ist gedacht aus der Sicht von uns Digitalirren. Die allermeisten Menschen misstrauen Facebook und anderen Diensten ohnehin – und passen ihr Nutzungsverhalten dem an. Sie nutzen Facebook so, wie sei Auto fahren: Außerhalb geschlossener Ortschaften 20 km/h zu schnell – das gibt noch ne Geldstrafe, aber keine Punkte. Bei Facebook stellen sie eben nicht alles ein, so wie es in der Frühphase der VZ-Netzwerke war. Hätten die Nutzer mehr Vertrauen zu Facebook, läge aus meiner Sicht die Nutzung noch erheblich höher. Wie es langfristig aussieht, wenn die digitalen Multiplikatoren weiter Front machen, wird spannend zu beobachten sein.

    Tja, und nun. Ich würde mit Dir wetten – aber Deine Wette ist ja nicht konkret. Bis wann soll was passieren? Vorschlag: Gehst Du die Wette ein, dass FB das Geschäftsjahrjahr 2013 mit einem positiven Ebitda abschließt?

    • Guter Kommentar. Danke, dass Sie mal der Datenquelle nachgegangen ist. Seit das Netz mit leicht verdaulichen visual.ly & Infogr.am -”Statistiken” geflutet wird, wird oft die Validität des Datenmaterials nicht mehr hinterfragt.

      Afair ist diese Erhebung auch schon älter und die Aussage von Richard Gutjahr ist etwas irreführend: nicht “die (absoluten) Nutzerzahlen gehen zurück”, sondern es ist lediglich die Wachstumsrate gegenüber der Vergangenheit eingebrochen.

      Zu den Netzwerkeffekten: Agree. Wobei der Lock In-Effekt noch nicht einmal über die aktive Nutzung der Plattform den entscheidenden Faktor darstellt, sondern über die Vielzahl möglicher Anbindungen an externe Plattformen erfolgt: So lange Menschen noch gern ihre Fotos, Musikinteressen (oder was auch immer) gern teilen und über einfache Crossposts zu Facebook die Möglichkeit haben, dahingehend ein größeres Publikum zu erreichen, bespielt sich das Netzwerk fast von selbst. Und, Negativimage hin oder her, in diesem Punkt ist Facebook alternativlos: Wohin sollten die Nutzer wechseln, um von diesem Effekt in gleicher Form zu profitieren?

      Börsenkurs: Da wird gejammert. Aber vor welchem Hintergrund? Aus dem freien Fall das baldige Ende des Netzwerk zu konstruieren ist überzogen: Dass der Ausgabekurs zu hoch sei, wurde im Vorfeld immer wieder betont. Mehr als viel lesen und sich etwas davon anzunehmen hätte es also nicht gebraucht. Wer dennoch dem Hype nicht widerstehen konnte oder wollte und am Thema verdienen wollte, hätte ja nicht zu kaufen brauchen, sondern auf fallende Kurse setzen können. Haben Facebook und die Banken nun die Aktionäre gelinkt? Nö. So ist halt das Geschäft. Wer bei Investitionsentscheidungen dieser Art nicht aufpasst, der zahlt eben Lehrgeld. Der “Neue Markt” lässt grüßen.

      Mobile Monetarisierung: Eine Debatte, die auf Basis einer falschen Prämisse geführt wird: Wenn Zuckerberg das Rad dahingehend nicht bald neu erfindet, dann scheitert Facebook. Wieso eigentlich? Als letzte Option bleibt immer noch der Rückzug in klassische Werbevermarktung: Mobile Ads. Das ist nicht neu, nicht “heiß”, dass ist kein riesiger Umsatzbringer, da gibt’s dann keine tolle Story zu, aber was soll’s: Banner in den Facebook-Stream auf das Smartphone und fertig. Die Bereitschaft mobile Ads zu klicken ist doch vorhanden. Facebook ist dann eben auch wirtschaftlich dort angekommen, wo es bei den Nutzern eh schon steht: Im Alltag. Und die Erwartungshaltung der Aktionäre? Die wurde halt nicht erfüllt. Pech gehabt. Die Existenz der Plattform ist dadurch sicherlich nicht gefährdet.

      Und sonst: Der Second Life-Vergleich, der durch die virtuelle Währung am Ende des Beitrags als Subkontext mitschwingt, hinkt: Facebook bildet das “Echtleben” der Nutzer ab, wohingegen Second Life immer nur Fiktion war.

      • Zu den Infografiken: Danke! Ich finde diese Visualisierungen auch oft mehr als fragwürdig. Eine einfache Siegertreppe hingegen mit 5 Nutzerzahlen fällt meines Erachtens NICHT in diese Kategorie. Solche Zahlen lassen sich leicht nachprüfen – das ist keine Rocket Science. Was Second Life betrifft: Nicht alles, was ich in meinem Blog schreibe, ist immer 100% ernst gemeint. Ich bitte dies unter die Kategorie “Augenzwinkern” einzuordnen.

        • Grafik:
          Mein Einwand bzgl. Infogr.am bezog sich auch nicht explizit auf diese Studie, sondern auf das Phänomen im Allgemeinen. Hätte ich aber besser abgrenzen sollen.
          Stelle dazu übrigens fest, dass viele Leser von der neuen Bubblegum-Grafik-Kultur mittlerweile abgenervt scheinen. Das Feedback zu “drögen” Diagrammen, deren Infogehalt und darüber auch möglicher Nutzwert sich dem Betrachter in der Regel schneller erschließt, ist immer besser. Beiträge mit “trockenen” Grafiken machen zwar viral weniger die Runde, werden aber öfter gelesen und häufiger positiv kommentiert.

          Second Life:
          Habe ich auch klar als”Augenzwinkern” verstanden, wollte aber unbedingt irgendwie “Echtleben” unterbringen und hab diese Passage deshalb für eine Gegenargumentation “missbraucht” ;-)

    • Thomas, ich sehe nur zwei mögliche Schlusskapitel für uns 2 Wett-Könige: Gosse – oder Talkgast bei Markus Lanz. ;-) Zu Deinen Argumenten:
      1) Ich hatte mir überlegt, die Originalstudie von Rory Mather anzugeben. Das wäre aber nicht redlich gewesen, da ich die Studie nicht selbst gelesen, sondern lediglich ÜBER sie gelesen habe. Wichtiger Unterschied. Weil ich auch nicht sicher bin, ob das Handelsblatt die Originalstudie gelesen hat (man zitiert dort ldgl. Bloomberg), habe ich mich für die wohl ehrlichste Variante entschieden und habe die beiden Quellen angegeben, die ICH benutzt habe, ohne dabei vorgeben zu wollen, dass ich die Originalstudie gelesen hätte. Der Ausdruck “Quelle” bezieht sich hier auf “meine Quelle” – was wiederum nichts mit dem Versandhaus zu tun hat. D’accord?
      3) Du beziehst Dich auf klassische Bannerwerbung. Was aber, wenn Werbung in Zukunft beispielsweise als SMS auf Deinem Handy landet? Weisst Du, welche Werbemodelle Facebook für die Zukunft plant? Unstrittig ist wohl, dass Facebook in Zukunft massiv mehr Werbeeinnahmen generieren muss als bisher. 4) Come’on – Image ist ein Faktor, gerade im Netz. Ich sage nur MySpace, Lokalisten, StudiVZ. 5) Wer weiß schon was Zuckerberg denkt. Aber gerade WEIL ich das nicht weiß, muss ich mich an das halten, was ich sehen: Nachdem es FB in all den Jahren nicht fertig gebracht hat, auch nur eine EINZIGE brauchbare Anwendung für die mobile Nutzung auf den Weg zu bringen, halte ich meine Behauptung allein durch die Nichtexistenz eines solchen Angebots für gerechtfertigt. iPhone und später Androiden gibt es ja auch erst seit 5 Jahren. 6) Zugegeben: Das Netzwerk, das es mit FB aufnehmen könnte, ist mir auch noch nicht begegnet. Diesen Punkt halte ich pers. für den schwächsten meiner Sammlung. 7) Dazu ist alles gesagt. – Zur Wette: Nein, was Ebitda betrifft, dazu kenne ich mich auf diesem Feld zu wenig aus. Ich würde aber meine eigene Wette konkretisieren: Wetten, dass Facebook in 5 Jahren in den westl. Industrieländern nicht mehr die Rolle spielt, die es heute hat, dass die Zahl der aktiven (!) Nutzer 2017 unterhalb der von heute liegt? – Bist Du dabei?

  12. Kurze Anmerkung zu Punkt 1, da für mich der wichtigste Punkt. Laut Quelle stagniert oder schwindet die Mitgliederzahl nicht, sondern das Mitgliederwachstum. Sprich der Markt scheint zwar gesättigt, das Ganze als Exodus zu beschreiben ist aber falsch (in den USA ist der Rückgang real, könnte aber auch mit der Löschung von Fake-Accounts zu tun haben)

  13. Endlich. Als ich vor drei Jahren behauptet habe, mit Facebook nimmt es kein gutes Ende, da haben mich alle ausgelacht und mit dem Kopf geschüttelt. Ich solle mich nicht so haben. Immerhin war ich der einzige Social Media Stratege hier im Unternehmen, der keinen Facebook-Auftritt hat. Und nun merken immer mehr, dass Facebook seinen Zenit überschritten hat. Danke für diesen Beitrag :)

  14. Ich finde es eher erschreckend, wie viele Leute von Euch Linden-Dollar besitzen. ;-)

    Für Facebook wird es auf jedenfall schwierig, aber totgesagte leben bekanntlich auch länger. Bleibt also spannend…

  15. Lieber Herr Gutjahr,

    haben Sie vielen Dank für den spannenden Beitrag und ich stimme Ihnen in allen Punkten zu. Ob Facebook aber wirklich zusammenbricht bleibt abzuwarten.

    Allerdings fehlt mir ein wesentlicher Punkt: Es ist nämlich völlig egal ob es Facebook gibt oder nicht. Die Menschen/User/Nutzer/Kunden werden weiter im Netz aktiv sein. Als die große Dotcom-Blase platzte stieg die Anzahl der Internetnutzer kontinuierlich weiter. Es waren Unternehmen die die Probleme hatten – nicht das Internet:-)

    Das eigentliche Problem ist doch, dass die meisten Unternehmen und Institutionen auf diese Prozesshaftigkeit, d.h. die Möglichkeit, dass in ein paar Jahren schon eine andere Plattform relevant ist, nicht vorbereitet sind. Vor ein paar Jahren waren wir noch alle scharf auch Myspace:-)

    Es fehlt vielen an Strukturen und Ressourcen, die schnelle Veränderungen ermöglichen.

    Facebook ist vor allem für die vielen PR- und Werbe-Agenturen interessant, denn hier kann man Werbung und Kampagnen verkaufen.

    Übrigens: die erste wirklich große Community war wahrscheinlich die Plattform der Electronic Sports League (ESL) und die gibt es immer noch:-)

    Beste Grüße

    Christoph Deeg

    • Hallo Herr Deeg,
      danke für Ihre Anmerkungen. Wobei ich nicht missverstanden werden möchte: Ich setze Facebook NICHT mit Sozialen Netzwerken oder dem Internet als solches gleich. Unternehmen kommen und gehen, die Nutzungsverhalten ändern sich, aber die Nutzer und deren zugrundeliegenden Bedürfnisse bleiben. Zuckerberg hatte dieses Bedürfnis zu Beginn der 2.0-Phase richtig erkannt und mit The Facebook am konsequentesten bedient. Ob ihm das heute noch einmal gelingt, ist die spannende Frage. Meine These: Wenn es FB nicht schafft, sich neu zu erfinden (siehe Apple: Musikmarkt, Telekommunikation, Publishing) erleben wir tatsächlich gerade den Anfang vom Ende.
      Beste Grüße
      Richard Gutjahr

      • Hallo Herr Gutjahr,

        so hatte ich Sie auch nicht verstanden:-) Mir geht es nur darum, dass sollte es wirklich Probleme bei Facebook geben, es ratsam erscheint, ein alternatives Szenario zu haben. Gerade bei den öffentlichen Institutionen wie z.B. Bibliotheken, Museen, Universitäten, Schulen etc. stehen wir was Social-Media angeht noch immer am Anfang (Bei allem Respekt für die vielen tollen Projekte). Ich glaube, dass die Prozesshaftigkeit ein wesentliches Element des Social Web darstellt. Es geht also darum, die Menschen (sei es im privaten oder im beruflichen Kontext) auf diese Prozesshaftigkeit vorzubereiten. Unabhängig davon wundere ich mich, dass es immer wieder (ich meine nicht Sie) heißt, Facebook wäre eine Community. Ich finde Facebook ist vielmehr eine Plattform auf der sich ca. 10.000.000 Communitys befinden. Was denken Sie?

        Beste Grüße

        Christoph Deeg

  16. Hi,

    ich würde ja dagegen halten – bin aber bei Facebook konsequenz draußen :-(

    Mal schauen, wann die anderen auch draußen sind. Auf jeden fall bin ich beruhigt, daß die anderes es auch nicht mögen/verstehen…

    Wer traut schon so einem jüngling, der noch grün hinter den Ohren ist?

    Zucki, go home – play gameboy :-)

  17. Mag sein, dass Facebook von seinen Nutzern ungern genutzt wird, dass es als Datenkrake und Werbefläche mit Chat angesehen wird, die Frage nach dem Exodus stellt sich aber erst, wenn es eine geeignete Alternative gibt.
    Twitter sägt sich gerade selber den Ast ab, auf dem es sitzt und App.net ist mit seiner grandiosen längst noch nicht angekommen. Bleibt Google+ und damit die Frage, was mache ich am Ende mit den Linden-Dollars?

    • Ich würde zwar keine 10 Linden Dollar dagegen setzen- die Argumente sind alle schlüssig, aber auch die Gegenargumente hier(wirklich sehr interessante Diskussion) sind ebenfalls sehr gut. Was ich darin noch einfliessen lassen möchte: Facebook hat tatsächlich noch nicht sein ganzen Potential ausgeschöpft. Noch sind die User dort- auch wenn alle schimpfen & deshalb wird das bald kommende “Facebook-Adwords” sicher eingeführt werden – um zusätzlichen Umsatz (auch gerade wg. der Aktienmisere etc.) zu generieren.
      Weiterhin ist dort ja kein Stillstand wie man vermuten könnte: Erst kürzlich hat Facebook eine neue Version seiner App für iOS zum Download bereitgestellt- und die ist wesentlich schneller & nicht mehr so nervend wie früher…falls die hier jemand nutzen sollte. Alles in allem: Ich weiss nicht, wohin dieser Weg führt. Ich bin kein Facebook-Fan, behalte aber lieber meine Linden-Dollar.

  18. Ich glaube Facebook hat noch eine ordentliche Lebensdauer vor sich. Man darf nicht vergessen, wie jedes Jahr haben wir aktuell Sommer, in dem sowieso weniger passiert. Letztes Jahr wurde auch schon von Schwund berichtet in dieser Zeit.

    Facebook ist nicht mehr nur ein soziales Netzwerk. Es ist auch das beste weltweite Personen- und Unternehmensverzeichnis auf das sich die meisten Gesellschaften einigen konnten.

    Ohne Frage gibt es einen Punkt an dem das Wachstum vergangener Zeiten nicht mehr erreicht werden kann. Es gibt dann einfach nicht genug Menschen. Lebendigkeit wird dann an anderen Faktoren festgemacht werden.

    Dennoch glaube ich, dass Google weiterhin eine gute Chance hat, Facebooks beste Zeiten zu übertreffen.

  19. Moin!

    Ich halte dagegen! Facebook wird überleben.

    Meine These: FB wird aufgekauft (vielleicht doch von Apple), umgekrempelt und als kostenpflichtiges Netzwerk weitergeführt. Wenn die Werte weiterhin so schnell Fallen und die anderen sozialen Plattformen nicht nachziehen können, wird das sogar recht bald passieren.
    Natürlich werden dadurch Nutzer abspringen. Aber nicht sonderlich viele. Die Faulheit der User, die generellen Switching Costs und mangelnde Alternativen werden dies verhindern.

    Grüße,
    Jonas