Facebook: Oops, I did it again

Facebook hat eine neue Funktion freigeschaltet, die es in sich hat: die standardisierte Gesichtserkennung. Wer nicht will, dass Fotos auf Facebook automatisiert nach seinem Gesicht abgesucht und durch Freunde verifiziert werden, kann das neue Feature ausschalten*. Sofern man die entspr. Einstellung in den “Privacy Settings” überhaupt findet. Eine Anleitung in 7 einfachen Schritten.

*UPDATE 1: Fotoverknüpfungen nachträglich löschen (s. Punkt 7)

*UPDATE 2: Stellungnahme von Facebook (s. unten)

Du kannst keine 10 Milliarden Dollar Börsenwert schaffen, ohne ein paar Millionen Nutzern ins Gesicht zu spucken. Facebook versteht es grandios, Datenschützer rund um den Globus in kollektive Schnappatmung zu versetzen und Politikern immer wieder neue Munition zu liefern, populistische Parolen zu schwingen und Bürgernähe vorzuheucheln. In einer weiteren Nacht- und Nebel-Aktion hat Facebook nun also die Gesichtserkennung eingeführt. Zugegeben: Bei einem Unternehmen, das sich “Gesichtsbuch” nennt, liegt das ja auch irgendwie nahe.

Facebook selbst beschreibt diesen “Service” wie folgt:

“Wenn du auf einem Foto markiert bist, ordnen wir die Markierungen deinem Konto zu, vergleichen die Gemeinsamkeiten auf den markierten Fotos und speichern eine Zusammenfassung dieses Vergleichs. Wenn du nie zuvor auf einem Foto auf Facebook markiert wurdest, oder deine Markierungen auf allen Fotos von dir auf Facebook entfernt hast, wird diese Zusammenfassung der Informationen nicht für dich erstellt oder gespeichert.”

Oder einfacher: “Sobald wir Deine Gesichtszüge präzise genug erfasst haben, damit wir sie automatisch Deinem Namen zuordnen können, speichern wir diese biometrischen Daten. Deine Freunde helfen uns bei der Erfassung.” Bemerkenswert: Nicht einmal Google hat sich bislang getraut, diese Technologie freizuschalten (bei Picasa kommt sie eingeschränkt zum Einsatz). Google CEO Eric Schmidt: “As far as I know, it’s the only technology Google has built and, after looking at it, we decided to stop.”

Da Mark Zuckerberg das offenbar anders sieht und scheinbar auch keine Lust hat, von seiner Post-Privacy-Philosophie (“Das Konzept von Privatheit ist vorbei”) abzuweichen, müssen wir also wieder mal selbst aktiv werden, um aus der Zwangsbeglückung der Gesichtserfassung auszusteigen. Sofern man die entsprechende Einstellung in den eigenen Profil-Einstellungen überhaupt findet.

Nehmt meine Hand und haltet Euch gut fest. Wir gehen an einen dunklen Ort, hinab, in den “Keller” der Privacy-Einstellungen von Facebook.. Aber ich denke, ich kenne den Weg…

Gesichtserkennung “Opt-Out” in 7 einfachen Schritten:

1. Unter Konto den Menüpunkt “Privatsphäre Einstellungen” auswählen…

2. Unten links auf . “Benutzerdefinierte Einstellung” klicken

3. Runterscrollen bis zum Menüpunkt “Dinge, die andere Personen teilen”

4. Den Unterpunkt “Freunden Fotos von mir vorschlagen” auswählen

5. Einstellung überprüfen (“Aktiviert” bedeutet: Gesichtserfassung ist eingeschaltet)

6. …nach dem “Sperren” der Funktion unten rechts OK nicht vergessen

UPDATE 1: Fotoverknüfungen nachträglich löschen

Habe noch etwas entdeckt. Um bereits vorhandene Foto-Verknüpfungen zu Eurem Benutzerprofil löschen lassen zu können, müsst Ihr noch diese Seite besuchen – hier findet Ihr versteckt, ganz, ganz unten die folgenden Zeilen…

Von hier müsst Ihr eine E-Mail (!) an das “Facebook Foto-Team” schicken!

Geschafft! …war doch ganz einfach, oder? ;-)

Nachtrag 2 (Donnerstag, 16 Uhr):

Stellungnahme von Facebook – Was tatsächlich gespeichert wird

Habe gerade mit der Sprecherin von Facebook Deutschland gesprochen. Sie hat mir versichert, dass Facebook nicht mehr in der Lage sei, Gesichter einem Nutzer zuzuordnen, sobald die Informationen gelöscht seien.. Wichtig: Hierzu genügt es nicht, einfach nur die Markierungsfunktion zu deaktivieren (wie es in vielen anderen Anleitungen heisst) – es muss zusätzlich noch eine E-Mail verschickt werden, wie weiter oben bei Punkt 7 beschrieben.

Die Facebook-Sprecherin räumte aber auch ein, dass das Unternehmen diese Informationen durchaus wieder erlangen und dann auch speichern würde, sobald man durch eine fremde oder befreundete Person auf einem Foto neu markiert wird. In diesem Fall müsse man erneut eine E-Mail schicken, um diese neue Zuordnung erneut löschen zu lassen, andernfalls sei das System sehr wohl wieder in der Lage, Fotos – ob öffentlich sichtbar oder nicht – einem Nutzerprofil zuzuordnen.

Eine Möglichkeit, seine Profileinstellungen so zu ändern, dass man generell nicht mehr markiert werden kann (und somit eine automatisierte Gesichtserkennung nachhaltig gestoppt wird), gibt es bei Facebook nicht.

Daher: Immer schön lächeln! ;-)

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76 Gedanken zu “Facebook: Oops, I did it again

Zitiert von
  1. Bei Facebook Gesichtserkennung deaktivieren – aber wie? « KoMaBlog.de

  2. alexander thomas

  3. Der Pakt mit dem Bösen (oder auch: Die Nutzung des Internet) | Werbeideen auf Marketing Guide

  4. Der Damm ist gebrochen

  5. daily essence: Apples Mother Starship, Lion auf DVD, Chrome | iNews.de

  6. Gesichtserkennung bei Facebook: Alles nicht so einfach « Thomas Gerlach bloggt.

  7. zoom » Umleitung: wieder das übliche Kuddelmuddel «

  8. Gesichtserkennung bei Facebook «

  9. Verwirrung perfekt: Facebook und die Gesichtserkennung | Internetagentur und Webdesign Bochum - alphabytes

  10. Gesichtserkennung bei Facebook erregt die Gemüter | Touchscreen Handy

  11. Facebook-Account löschen | Die Datenfresser

  12. App-Flash » Facebook: Oops, I did it again! | G! – gutjahr's blog

  13. Facebooks Gesichtverlust | G! - gutjahr's blog

  14. Webschau Juni 2011

  15. Ihre Daten sind sicher! – 3 Gegenbeispiele von gestern | Der Webanhalter

  16. Minister: Wohl noch mehr Handy-Daten erfasst

  17. Hyperland-Charts im Juni: Satire-Blog schlägt Mainstream-Medien

  18. Immer schön lächeln – Datenschutzbeauftragter fordert von Facebook Löschung biometrischer Daten « Medienzeiger

  19. Facebook-Export « soeren's blog

  20. Die Facebook-Files – Irische Behörde veröffentlicht Untersuchungsbericht | G! - gutjahr's blog

  1. Das findet man wirklich nur äußerst schwierig. Das Gsichtsbuch hat Euch schon so am Abhängigkeitswickel. Alle motzen über die unsägliche privacy-Politik, aber keiner steigt aus. Schreib doch mal nen Artikel “Deshalb habe ich meinenFacebook-account gelöscht”

  2. Sofern ich die neue Funktion richtig verstanden habe, versucht Facebook nach dem Upload eines Fotos die Gesichter darauf zu erkennen und schlägt dann dem Uploader automatisch Verknüpfungen vor, die er entweder annehmen oder ablehnen kann.
    Wenn ich in meinem Profil jetzt die Option “Freunden Fotos von mir vorschlagen” deaktiviere, dann passiert nach meinem Verständnis folgendes. Ein Freund läd ein Foto von mir hoch. Dann macht Facebook die Gesichtserkennung und stellt fest, dass ich das bin. Dann schaut Facebook in meinen Settings nach und stellt fest, dass ich “Freunden Fotos von mir vorschlagen” deaktiviert habe. Und dann?
    Facebook hat die Gesichtserkennung schon durchgeführt und die biometrischen Daten schon gespeichert, teilt meinem Freund lediglich das Ergebnis nicht mehr mit.
    Dieser Tipp ist zwar nett gemeint, ändert aber nichts daran, dass meine Freunde ihre Fotos immer noch manuell unter Zuhilfenahme ihres eigenen Gehirns mit meinem Facebook-Konto verknüpfen können.

  3. facebook könnte diese funktion doch auch zugunsten des individuellen datenschutzes einsetzen: immer wenn ein foto hochgeladen wird, auf dem ich zu sehen bin, bekomme ich eine benachrichtigung. dann kann ich bei nichtgefallen den hochlader darum bitten, das foto wieder zu entfernen.

    allerdings dürfte das nicht so ganz konform mit zuckerbergs philosophie sein ;-)

  4. Ich halte von der Gesichtserkennung nicht wirklich viel, was mich daran vor allem stört ist das speichern meiner biometrischen Daten. Außerdem stört mich das Facebook ihre neuen, tollen, Features einfach stillschweigend aktivieren, ohne dem User vorher Bescheid zu sagen. Eine Nachricht, meinetwegen auch per Email, dass es eine neue Funktion gibt und wie/wo man die aktivieren kann fände ich besser.

  5. Hallo Richard, erst einmal Danke f.d. kurze Anleitung, erspart einiges Suchen ;)
    Die Kollegen von mashable haben das nicht so schön gemacht.

    Grundsätzlich ist die Technik der Gesichtserkennung eine feine Sache. Ich wüsste nicht, wie ich sonst meinen Berg an Digitalbildern aus den letzten 12 Jahren so schnell in iPhoto nach Personen sortiert bekommen hätte. Jedoch macht es einen Unterschied, ob ich meine Fotos organisiere oder facebook. Das eine solche Technik Einzug in einem Social-Network halten muss, wage ich zu bezweifeln. Sicher haben facebook und andere mit ihrer Post Privacy Philosophie zum Teil recht – wer sich auf Plattformen wie facebook präsentiert, gibt damit systembedingt immer ein Stück Privatsphäre auf. Dies kann allerdings nicht so weit gehen, das ein Anbieter mich im gesamten Bestand an Fotos auf seinen Servern identifiziert und diese Information anschließend weitergibt.

  6. Ich persönlich lasse die Funktion eingeschaltet eben um zu erfahrne, wo Fotos eingestellt werden auf denen ich zu sehen sein könnte.
    Dann kann ich entscheiden ob ich aktiv etwas gegen dieses Foto unternehmen möchte. Das geht aber eben nur, wenn ich das einstellen des Fotos mitbekomme.

    Grüße
    Thomas

  7. man stelle sich vor das funktioniert mit google goggles. man scannt mit seinem smartphone die innenstadt oder discothek und bekommt mit hilfe der gesichtserkennung facebook profile angezeigt. so sehe ich direkt wer interessant und wer doof ist. unglaubliches ist möglich wenn singlebörsen mitmachen. wenn man direkt sehen kann worauf die leute so stehen…
    wenn die user die technik so nutzen können wie sie wollen sehe ich kein problem. da habe ich aber erhebliche bedenken und schalte das erst einmal aus.

  8. Schon krass! Danke für die Info!!!
    Ich hab mir grad echt gedacht, dass ich nun endgültig meinen Account lösche. Aber was bringts?? Daten, die einmal im Internet waren, bleiben dort. Selbst wenn man sie löscht… Ich hätte mich nie anmelden sollen…

  9. Ich habe grundsätzlich kein Problem damit und lasse es auch eingeschaltet um es mir mal zu Gemüte zu führen. Aber ganz ehrlich, wenn ich mich heutzutage fotografieren lasse, sollte ich auch davon ausgehen, dass die Fotos bei FB landen. Und warum dann nicht auch automatisch markieren lassen? Sonst mache ich es halt selbst und im Endeffekt sehen es meine Freunde – dafür habe ich Facebook.

  10. Die Speicherung biometrischer Daten durch Facebook hinterlässt schon einen merwürdigen Beigeschmack. Das ich einen gewissen Teil meiner Privatsphäre aufgebe sobald ich mich bei einem sozialen Netzwerk wie Facebook anmelde sollte zwar jedem klar sein. Jedoch schießt Mark Zuckerberg wohl etwas über das Ziel hinaus, denn wenn selbst Google das Projekt auf Eis gelegt hat, spricht für sich.

    Finde ich sehr passend getroffen und muss immernoch lächeln:

  11. Ich frage mich, wie weit die Technologie unter der Haube geht:

    * Können potenziell auch nicht bei Facebook registrierte Nutzer getaggt werden und werden entsprechend erfasst?
    * Selbst wenn ich für mich die Auto-Tag-Erlaubnis deaktiviere – erfasst mich dann Facebook im Hintergrund trotzdem und zeigt dies nur im Frontend meiner Facebook-Freunde nicht mehr an?
    * Was macht Facebook später mit einer Gesichtsdatenbank von einer paar hundert Millionen Nutzern?

  12. Ohh ohh Ganz böse diese Funktion, Facebook sucht jetzt Fotos ab per Gesichtserkennung…..wenn das mein Chef machen würde, würde ich den übern Schreibtisch ziehn ^^….leider ist es nur Zuckerberg *ironisch*. Funktion abgeschaltet!! Danke für diesen Beitrag!!!

  13. Da mir deine Erklärung sehr gut gefällt habe ich mir mal erlaubt sie bei mir im Blog zu verlinken, aber das siehst du ja selbst am Trackback.

    Zum Thema selbst, ich finde es sehr bedenklich was da läuft. Letztlich hat der junge Mann irgendwann riesige Datenmengen biometrischer Daten für die sich viele andere interessieren werden. Wer dann so naiv ist zu glauben ein Staat wie die USA würden sich nicht (mittels viel Geld) versuchen diese Daten über Umwege zu besorgen oder ähnliches wird irgendwann böse auf die Nase fallen.

    Aber: jeder der das Internet in irgendeiner Form nutzt weiß mehr oder weniger das er Spuren hinterläßt. Und ganz ohne Internet gehen irgendwann gewisse Dinge gar nicht mehr. Schöne neue welt…

  14. @Mario Klasse, klar, ich freu mich (Verlinkung). Was die Auslese biometrischer Daten betrifft, fürchte ich, hast Du Recht. Was immer technisch machbar ist, wird auch gemacht. Alles eine Frage der Zeit. Insofern: Immer schön lächeln! :-)

  15. Mal ehrlich, als ob das jetzt verhindern würde, dass die biometrischen Daten trotzdem erfasst werden…

    Das verhindert doch nur, dass die Funktion der Vorschläge für Freunde deaktiviert wird (was ich aber übrigens echt praktisch finde).

  16. Eigentlich ist es uninteressant, weil viele ein fremdes Foto einstellen. Sei es der Hund, ein Pferd, Katze oder Trickfilmfiguren. Manche laden erst gar kein Foto…egal, ob es Sinn macht oder nicht: wer sich bei fb einträgt, bedeckt seine Datennacktheit mit einem ganz kurzen Hemd.

  17. Ich finde es falsch von Facebook, dass neue Features standardmäßig Aktiviert sind und der User NUR durch den Facebook-Blog oder andere Blogs erfährt, dass es überhaupt diese neuen Features gibt. Es wäre besser, wenn Facebook das per Nachricht jedem Nutzer mitteilt oder zumindest per eMail sodass die User, die ihre eMails lesen, darüber informiert sind.

    Danke für diesen Artikel!

  18. Ich finde das Angebot diese Gesichtserkennung zu nutzen erstmal positiv. Allerdings schade, dass Facebook die Leute nicht vorab information und wählen lässt ob sie das wollen oder nicht.

  19. Komisch… bei “Fotos Freunden von mir vorschlagen” steht bei mir “Dies ist für Dich noch nicht verfügbar”… Heißt das ich muss jeden Tag nachschauen, wann ich mit diesem Mist “beglückt” werde um ihn dann promt abschalten zu können?

  20. Danke für den Hinweis, habe die helfende Hand angenommen und bin der fb-Nichterkennungs-Spur gefolgt.
    Aber alles OK, denn die Gesichtserkennung war bei mir erst gar nicht aktiviert…

  21. Das bleibt erstmal an, bin gespannt, wass mir so vorgeschlagen wird. Manchmal habe ich das gefühl, bei neuen facebook Features wird Reflexartig erstmal deaktiviert, dabei wurde man davor per Hand verlinkt (auch auf Bildern, auf denen das Gesicht nicht zu sehen war). Tatsächlich verändert sich nichts für den User, er wird weiterhin auf Bildern markiert und kann dies auch entfernen.

    Die Tatsache, das Firmen, denen wir persönliche Daten geben, wie Fotos von uns, diese Daten dann Nutzen um Analysen zu machen sollte keinen mehr überraschen. Die tun das ja ales nicht aus gutem Herzen. Ob das NLP-Verfahren auf unserer Selbstbeschreibung und Wallposts ist oder Biometrie mit Fotos ist eigentlich egal. Wer das will, kann mitspielen und Spaß mit facebook haben. Wer das nicht will, sollte weder google noch facebook jemals benutzen (und mit iCloud dürfte auch Apple zur Company non grata werden…), und fährt damit auf Nummer sicher.

  22. Folgende Theorie: Wenn ich mich selbst auf diversen Fotos, auf denen ich selbst nicht zu finden bin, markiere (Gegenstände, andere Menschen, Tiere u.a.), müsste die Gesichtserkennung und das Abgleichen von biometrischen Daten für Facebook doch deutlich schwieriger sein. Oder ist das ein Denkfehler?

  23. Danke für die Infos und Anleitung. Habe sie sofort umgesetzt und auch den Link zu Deinem Blog auf FB gepostet.
    Natürlich soll jeder selbst entscheiden können, was mit seinen Fotos und Daten geschieht. Daher ist es ja gravierend, dass solche “Features” ohne Rückfrage bei den Usern aktiviert werden.
    Immerhin: FB hat nur wenige Minuten nach dem email eine Bestätigung der Löschung der Daten geschickt.

  24. Servus Richard!
    Danke für den post und die Anleitung.
    Habe ich auch gleich umgesetzt. AllerdInga reicht’s mir jetzt ich melde mch bei FB ab. Muss ja jeder für sich selbst entscheiden. Aber auch ich bn der Meinung, dass mit den Daten zu viel Unfug angestellt werden kann und sicher auch wird. Sind nicht ‘Mark’ und ‘Barack’ und seit gestern auch ‘Angela’ Best Friends Forever?
    Ach ja. Und mein Freund ‘Steve’ hatte doch auch neulich eine “privat-Audienz” bei Mr. Obama. Da muss ich @TvLukas zustimmen: wie es um die iCloud steht ist auch noch eine ganz große Frage. Apple soll alle meine Daten speichern??? Nein, davon halte ich nicht gerade viel.
    Man darf gespannt sein, was noch so alles auf uns zukommt…

  25. Absolute Frechheit mal wieder.
    Mal ganz im Ernst: wenn mich meine Freunde auf Fotos (die sie vermutlich selbst machen und hochladen) NICHT erkennen, ähm, ja dann sind das nicht meine Freunde. Und wenn ich irgendwas auf Facebook berechtige, dann dürfen es immer nur meine Freunde. Manche Dinge sogar nur meine engsten Freunde.
    Oft überlege ich ob ich mein Facebook Konto nicht doch wieder lösche, aber im Prinzip bringt das ja auch nichts.
    Ich achte in letzter Zeit aber sowieso schon vermehrt darauf nicht per Facebook sondern lieber per E-Mail zu kommunizieren. Am allerbesten wäre es dabei auch noch wenn alle einen trusted key haben, damit man auch verschlüsselte E-Mails austauschen kann, aber dazu sind leider die Mehrzahl meiner Freunde viel zu faul.
    Interessant finde ich auch, dass beim auf “Gesperrt” setzen dieser neuen Funktion mir angezeigt hat, wer sie denn alles an hat. So nach dem Motto, guck das machen alle, also kannst DU doch nicht der Spielverderber sein. Das ist sehr makaber wenn das einfach hinter unser aller Rücken überhaupt eingeführt wird.

  26. Hach ja, dieses Feature hat Facebook noch gefehlt, um es mir völlig zuwider zu machen…
    Wenn ich heute zurückschaue, bereue ich es nicht, dass ich mich von Anfang an gegen Facebook entschieden habe und mich nicht angemeldet habe… Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass meine Bekannten sich zurückhalten können und nicht allzu viel über meine Person auf Facebooks Servern herumschwirrt… Aber hey, meine E-Mail-Adresse hat man auch schon eingespeist…
    Ich glaube, ich muss fast mal jemanden von ihnen darauf ansetzen, nach Informationen über mich zu suchen… Denn sie wissen nicht, was sie tun~

  27. Warum zum Teufel seid Ihr Spacken bei Facebook?? Was ist der Sinn? Der Zweck? Digitaler Exhibitionismus? Schön blöd… Ist wie mit Visitenkarten, als Privatperson kann man sie nur den Freunden geben, die die Daten eh kennen… kein Schwein würde auf die Idee kommen, seine Visitenkarten (Daten) oder Urlaubsbilder (Nacktfotos) auf einem Marktplatz in die Luft zu schleudern und sich freuen, wenn viele Leute die aufheben… Vor allem, wenn es um private und womöglich intime Dinge geht, aber bei Facebook juckt es keinen, wenn er die intimsten Dinge über sich preisgibt, bis der Chef/Freundin/alle Welt davon Wind bekommt und … nun ja … die Folgen wird derjenige dann schon merken… Aber das Schöne und Lustige daran ist, das das Netz NICHTS vergißt, selbst gelöschte Dinge nicht… Ergo hat man noch die nächsten Jahrzehnte Freude an seinen eigenen Verfehlungen oder auch nur im Suff gesagten dummen Äußerungen… Grats! Ihr Facebook-Spacken!

    Ein Verweigerer

  28. Danke für den wirklich nützlichen Beitrag!

    Ich habe eigentlich nichts gegen Facebooks neue Ideen und Features, wenn sie uns doch wenigstens vorher darüber aufklären würden. So hingegen fühle ich mich regelrecht hintergangen. Zum Glück habe ich meine wenigen privaten Fotos und Freunde (wenn überhaupt) nur im VZ-Netzwerk. Da passiert mir so etwas nicht. Zumindest weis ich nichts davon. ^^ Bei Facebook hingegen bin ich nur um mich über mein Studium auf dem laufenden zu halten und den Kontakt zu Kommilitonen zu pflegen. Daher betreffen mich diese Neuheiten oft nicht. Eine Schweinerei ist es dennoch.

  29. Und wenn man die Funktion ausgeschaltet hat, kann man mal in Ruhe darüber nachdenken, ob man sie vielleicht wieder einschalten möchte.

    @Synapsenbenutzer: Lies mal was zum “online disinhibition effect”. Da gibt es ein paar Erklärungsansätze.

  30. Halloc Christian, Maik und auch Koehntopp,

    ihr unterliegt einem Denkfehler. Wenn ein User ain Bild zu Facebook hochlädt, so die Annahme, werden die Gesichter erkannt und danach die entsprechenden Berechtigungen abgecheckt, ob eine Erlaubnis für den Vorschlag vorliegt. Wenn das so wäre, dann liesse sich tatsächlich die Abfrage nur vordergründig abschalten, die Erkennung würde im Hintergrund ablaufen.

    Nur: wie erkennt Facebook einen User in einem hochgeladenen Bild? Genauer, für einen biometrischen Abgleich braucht man zwei Datensätze, die man zum Vergleich heranzieht: das zu prüfende Bild und das Vergleichsmuster. Die Annahme, Facebook würde jedes Bild mit jedem der vorhandenen Milliarden Bildern vergleichen, ist sicherlich falsch. Was hier höchstwahrscheinlich stattfindet ist der umgekehrte Weg:

    Beim Hochladen eines Bilds wird erkannt, ob ein Gesicht vorliegt. Wenn, dann werden die biometrischen Eigenschaften errechnet. Dann werden alle Freunude des aktuellen Benutzers der Reihe nach abgeprüft, und zwar nur derjenigen, die die Berechtigung nicht entzogen haben. Danach kann der Abgleich der biometrischen Eigenschaften stattfinden. Aus einen Vergleich von eins zu mehreren Milliarden wird also ein Vergleich von eins zu ein paar Hundert.

    Natürlich weiss ich nicht, ob das Verfahren so implementiert ist. Die Gegenbehauptung allerdings ist nicht nur genauso spekulativ, sondern auch technisch unsinnig.

  31. Eine sehr gute Zusammenfassung! Danke für die Step-by-Step-Anleitung! Meine Meinung: Das Google-Beispiel zeigt, dass im Grunde für alle neuen Technologien mit Gefahrenpotenzial das gleiche gilt wie für Atomwaffen: Man entwickelt sie, man merkt “Ups, gefährlich!”, man versucht den Deckel drauf zu halten – und wupps kommt irgendjemand, der das mit dem “Deckel drauf” anders sieht. Ich fürchte: Ohne Gesetzgebung werden wir das nicht in den Griff kriegen.

  32. frechheit, keine frage.

    interessant: der aufschrei gegen streetview war ungleich grösser, dabei war dieser case ungleich kleiner als dieses unverfrorene sammeln von biometrischen personendaten.

    die beste antwort, oben irgendwo von einem kommentierer vorgeschlagen, die ich bisher darauf gehört habe: das system aktiv und grossflächig unterlaufen, gegenstände mit falschen personendaten markieren., – ich bin die gatun-schleuse…

  33. Eine Abhilfe für den Einzelnen ist doch sehr einfach: Ich kann versichern, dass man problemlos ohne Facebook-Account durchs Leben kommt. Dann muss man sich auch nicht durch absichtlich kompliziert gestaltete Einstellungen klicken, um etwas im Grunde selbstverständliches zu bekommen.

  34. Die Strafverfolgungsbehörden freuen sich jetzt schon, Foto eines vermeintlichen Straftäters nach FB hochladen den Rest erledigt die Community. So errichtet man einen allgemein akzeptierten Polizeistaat.

  35. Besten Dank für die Anleitung! Werde ich gleich anwenden.

    An sich ist die Gesichtserkennung für den einen oder anderen sehr nützlich.

    Mein Problem ist, dass Facebook seine Features gerne heimlich und ohne die Einwilligung des Users einführt.

    Der User wird obendrauf dazu verdonnert, sich von diesem Feature über lästiges Ändern der Einstellungen selbst zu befreien.

    Das Verhalten von Facebook ist mehr als fraglich!

  36. Ok, aber wer glaubt nun wirklich, dass Facebook damit aufhört? Still und heimlich werden sie vermutlich doch alle Bilder scannen, die Gesichter auswerten und mit Namen verknüpfen? Wie will man das nachprüfen? Oder will man sich gar auf deren Wort verlassen? Haha!

    Das die Gesichtserkennung immer weiter vordringen wird, kann man doch nur noch davor warnen, eigene Bilder auch nur irgendwo im Netz hochzuladen. Bald wird es auch mit TinEye (oder Konsorten) möglich sein, nicht nur gleiche Bilder sondern auch gleiche Gesichter wiederzufinden. Und das tolle ist ja, dass man damit das gesamte Netz durchsuchen kann und nicht nur Facebook (was aber wohl erstmal noch wichtig sein wird um eine große Anzahl von Gesichtern mit Klarnamen zu verbinden).

  37. Die Idee mit dem wahllosen Markieren klingt erstmal subversiv, funktioniert aber leider nicht. Die Software erkennt Gesichter und speichert ihre Muster ab. Man mag mich korrigieren, aber auf Bäumen und Schleusen finden sich erstmal keine Augen-Nasen-Abstände zum Vermessen.