Apple: Judgement Day

iPhone und iPad speichern also Bewegungsprofile ihrer Nutzer. Wir hätten es wissen müssen: Apple ist auf dem Weg zur Weltherrschaft! Doch wer kann den Konzern noch stoppen?

Die Bombe platzte am 21. April 2011: Apple speichert unseren Aufenthaltsort und die dazugehörigen Uhrzeiten – auf unserem geliebten iPhone! Ein komplettes Bewegungsprofil, unverschlüsselt, mit einer einfachen Shareware für jedermann auslesbar. ‘So what?’, mögt Ihr denken, no biggie. …Ihr Ahnungslosen!

Der 21. April 2011 markiert einen Schicksalstag, der Tag, an dem das Computernetzwerk Skynet damit beginnen sollte, ein Eigenleben zu entwickeln, um kurz darauf die gesamte Menschheit zu unterjochen. Der Judgement Day, der Aufstand der Maschinen, präzise vorhergesagt von der Mutter aller Dokumentarfilme: The Terminator.

Teil 1 der Terminator-Reihe, mit 6,4 Millionen US-Dollar Produktionskosten nach heutigen Maßstäben ein Low Budget Film, kam 1984 in die Kinos, das Orwell-Jahr – und: das Jahr, in dem Steve Jobs den Macintosh Computer präsentierte, den Grundstein für das spätere Apfel-Imperium. Zufall?

Laut Terminator-Plot sollte der urspüngliche Tag des jüngsten Gerichts nicht etwa das Jahr 2011 sein, sondern bereits Mitte 1997. 2007, exakt 10 Jahre später: die Geburtsstunde des iPhone! Wer hätte damals ahnen können, dass der Begriff „Smartphone“ wörtlich zu verstehen war, dass die Telefone eines Tages damit beginnen werden, uns zu überwachen.

Die Unterdrückung der Menschheit – ob nun in der Gestalt eines titan-gestählten Cyborgs, oder eines formschönen Alu-Telefons; das beängstigende an der Zukunft ist doch: sie ist noch immer eingetreten! Und so sollte es uns eine Warnung sein, wenn Firmenchef Steve Jobs, der sich schon einmal aus dem operativen Geschäft bei Apple zurückzog, ankündigt: „I’ll be back.“

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27 Gedanken zu “Apple: Judgement Day

Zitiert von
  1. Aktuelle, neue Nachrichten und Video Tips - Apple: Judgement Day | G! – gutjahr's blog

  2. Are we the people? | endoplast.de

  1. Ich hatte schon den Eindruck, Du bist ein absoluter Mac Verfechter. Es ist ja nicht so, als ob andere Firmen uns nicht auch ablauschen, aber diesen Mac Hype habe ich noch nie verstanden. Und Apps sind für mich nur Volksverdummmer. Mir ist immer lieber, ich verstehe was da auf meinem PC abgeht.
    Stdiut

  2. Naja, solange die Maschinen die uns unterjochen einen schönen leuchtenden Apfel auf dem Rücken haben habe ich nichts dagegen ;-)
    Aber warum ist 1997 das Geburtsjahr des iPhones???

  3. “das beängstigende an der Zukunft ist doch: sie ist noch immer eingetreten!”
    durchaus, aber man darf auch nicht vergessen:
    “The future’s not set. There’s no fate but what we make for ourselves.” (John Connor, Terminator 2: Judgment Day)

  4. Alles fing damit an, als Herr Schillies als Innenminister am 12.9.2001 vor versammelter Mannschaft sagte: Wir brauchen die totale Überwachung. Erich Mielke hätte sich die Finger gerieben, wenn er die Möglichkeiten von heute schon damals in der DDR gehabt hätte. Überwachung ist doch seitdem schon viel größer, als eine Trackingfunktion die Apple in seinen Handy hat. Da ist das was Apple macht a. nichts neues und b. Kinderspielzeug!

  5. @Gutjahr
    Den Auslöser für Deinen “180 Grad Schwenk” hätte ich gern gewußt. Vom einem Extrem zum anderen. Scheint ja irgendwie hip zu sein (siehe Politik). Was ist los? Ist der Pallenberg nun Dein bester Freund geworden, nach der re:publica??? Schau, lieber Richard, verkaufe dein schönes iPhone und nimm ein Androidphon. Schon ist das Problem gelöst. Ich bin immer irgendwie verwundert, wenn Menschen sich sehr sprunghaft verändern.

    • @Jan Brecht Gemach, Gemach, werter Freund. Nur weil ich Apples Privacy Politik scheisse finde, ist das kein 180 Grad Schwenk. Habe noch nicht mal was gegen das Tracking, nur sollte das transparent gemacht werden und nicht unter ferner liefen in unendlichen AGB vernuschelt werden. Apple macht die besten Geräte, hat das beste UI, ist die beste Firma, wo auf der Welt gibt (reicht das?). Warum also nicht mehr Transparenz? Solang die Leute sich freiwillig überwachen lassen wollen, ist dagegen nichts einzuwenden.

  6. Sind doch eh alle gleich.. Klingt wie eine doofe Phrase, aber nur weil Android Open Source ist, heißt es nicht, dass die Daten die die Geräte speichern nicht auch ausgewertet werden, schließlich speichert jede mögliche App die GPS Koordinaten oder die Funkzelle…
    Wenn man ein Problem damit hat – Buschfunk oder Brieftaube ;-)
    Wenn man sich dessen bewusst ist und damit leben kann – einfach damit umgehen wissen ;-)

  7. Ich finde diese Aufzeichnungen auch mehr als bedenklich und an sich ist Apple gefordert, hier Abhilfe zu schaffen.

    Was ich aber vermisse, Richard, ist die Tatsache, dass Apple nicht der einzige Täter ist. Wenn auch besser verschlüsselt, so ist Google mit seinem Android noch heisser auf Daten und schickt mehrfach pro Stunde Daten nach Hause – inklusive des Unified Phone Identifier.

    Was das Handeln von Apple natürlich nicht besser macht, keine Frage. Aber dann habe ich doch lieber mein iPhone.

  8. @Gutjahr
    Ok, dass mit der Privacy Politik sehe ich genauso. Nur, sind wir doch mal ehrlich, wer liest sich schon das “Kleingedrucke” akribisch durch. Natürlich kann man nachlesen, dass Standortinfos an Apple gesendet werden. Wir habens nur nicht gelesen, weils nicht extra explizit und fett geschrieben kommuniziert wird. Ich finde nur die plakative Überschrift deines Textes blöd. Du hättest im Vorfeld tiefgründiger recherchieren können. Und das sich nun die Politik (Frau Aigner) einschaltet, löst bei mir nur noch Kopfschütteln aus. Die sollen sich um ihren eigenen Kram kümmern (siehe Betrug Guttenberg und Koch-Merin oder das unsägliche Thema ESF).

  9. @Gutjahr
    Danke für Deine Antworten. Im Übrigen, gefällst Du uns hier im Blog als Apple-Fanboy viel, viel besser !-) Passt irgendwie besser zu Dir. Wir wollen endlich mal wieder ein tolles Video, mit Dir vorm Apple-Store sehen. Nee, dass soll ein kleiner Osterscherz sein, damit sich die Gemüter wieder beruhigen. In diesem Sinne, schöne Ostern und bleib dir treu!!!

  10. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht wirklich, wer sich mit den AGB´s auseinander gesetzt hat und nicht völlig Blind ist, wusste schon seit geraumer Zeit was die Geräte können, die Datenschützer sind entweder mit den Fingern in den Ohren auf dem Mars gewesen.
    Die Aufregung hätte kommen müssen, als die Geräte neu waren, doch jetzt ist es ein Sturm im Wasserglas