G!testet: Logitech Broadcaster

Die Zukunft zappelt und ist mobil, und das möglichst bitte in Echtzeit. Für alle Apple-Fans hat Logitech eine neue, mörder-schicke Livestream-HD-Kamera (Amazon Afiliate Link)* rausgebracht. Die Frage nur: Taugt sie was?

big-logitechIch habe es schon oft gesagt und ich sage es wieder: Die Zukunft gehört den mobilen Geräten sowie dem Bewegtbild. Alle Statistiken verzeichnen in den letzten Jahren ein extremes Wachstum beim Datenverkehr via Smartphone und Tablet. Der Großteil davon ist auf die zunehmende Beliebtheit von Videos zurückzuführen, die heute bereits über die Hälfte des gesamten Datentransfers ausmachen. Einer Cisco-Studie zufolge wird sich der weltweite Videodatenverkehr bis zum Jahr 2016 verfünffachen (PDF-Download).

Eine geht noch

Logitech hat den Trend erkannt und eine Kamera speziell für iPhone, iPad und Mac herausgebracht, die Livestreams in HD-Qualität via UStream überträgt. Ich weiß was Ihr jetzt denkt – und Ihr habt ja recht: NOCH eine Kamera, wo das iPhone ja schon 2 davon hat? Als ich das gehört habe, habe ich das Gerät natürlich sofort unter die Lupe nehmen müssen, und zwar nicht etwa zuhause “unter Labor-Bedingungen”, sondern dort, wo’s weh tut: in der Praxis vor Ort bei unbekannter WiFi-Leistung.

Damit wären wir auch schon beim ersten K.O.-Kriterium: Die Kamera funktioniert nämlich nur in WLAN-Netzen, die über eine Upload-Geschwindigkeit von mindestens 2 Mbit/s verfügen. In manchen Cafés oder bei Großevents ist die Datenübertragung gedrosselt oder dermaßen überlastet, dass man HD-Videographie in Echtzeit knicken kann. Merke: Die beste Kamera hilft nichts, wenn das Signal am Ende nicht durch das lästige Daten-Nadelör passt.

Der Praxis-Test

Für den Test habe ich meine Stamm-Kneipe an der Hafenpromenade von Tel Aviv gewählt. Hier sitze ich oft, um zu bloggen. Wie fast überall in Israel gibt es hier freies, unverschlüsseltes WiFi. Die Frage nur: wird das Netz ausreichen für einen Livestream in HD-Qualität?

Beginnen wir mit dem Äußeren. Die Logitech-Kamera hat ein Hammer-Design!

logi2Geliefert wird sie in einer schwarzen etwa Red-Bull-großen Hartplastik-Dose, die sowohl als Reiseverpackung wie auch als Stativ dient. Hier haben sich die Logitechniker selbst übertroffen!

Die Kamera selbst wird über einen Magnet, der auf einer Art Halbkugel sitzt, am Dosen-Deckel befestigt und kann dort durch eine entsprechende Ausbuchtung wie auf einem Stativkopf geschwenkt werden – ca. 30 Grad nach oben und unten sowie 360 Grad seitlich.

Die Verbindung zu iPhone & Co

Nach dem Einschalten sucht die Kamera nach WiFi-Netzwerken. Da das Gerät selbst über keine Tastatur verfügt, wird die Passwort-Eingabe über den Mac bzw. das iDevice erledigt: Nach der Einwahl generiert die Logitech-Broadcaster-Software (kostenlos im App Store) auf dem Mac-/iPhone/iPad-Display einen QR-Code mit den entsprechenden Geräte- und Einwahl-Infos. Nun hält man die Linse vor dieses Pixel-Muster, drückt eine Taste und die Kamera ist mit dem jeweiligen Gerät via WLAN verbunden.

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Ab jetzt ist man mit der Kamera komplett unabhängig. Durch zwei Tasten an der Kamera (Modus und Aufnahme) lassen sich Video oder Fotos auf den Mac bzw. das iDevice übertragen und dort abspeichern. Oder aber man wählt den direkten Broadcast über Ustream ins Internet. Das funktioniert bei mir auf Anhieb und ohne Komplikationen (siehe Film).

Überhaupt: Das Zusammenspiel aus Hard- und Software ist genial. Die Kamera lässt sich sowohl über iPhone, iPad als auch Mac fernsteuern. Sprich: Man kann die Kamera etwa bei Konferenzen in der ersten Reihe platzieren und diese dann von seinem Sitzplatz aus von jedem Punkt im Saal ansteuern – solange man sich im selben Funknetz befindet.

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Punktabzug

Das klappt natürlich nur so lange, bis der Saft alle ist. In meinem Test ging der Kamera-Akku nach knapp 70 Minuten in die Knie. Das Gerät wird mit zwei Kabeln geliefert, einem USB- und einem Netzstecker. Beide dienen dazu, die Cam entweder über den Mac oder aus der Steckdose mit Energie zu versorgen. Da die Batterie fest verbaut ist, fällt die Lösung über einen zweiten Akku flach. Das Aufladen des Akkus dauerte bei mir etwa 1-2 Stunden.

Wozu sich der Logitech-Broadcaster auch eignet: Zur Aufzeichnung von Video-Podcasts mit 2 Kameras. So lassen sich beispielsweis die integrierte Facetime-Kamera des iPhones oder iPads (bzw. Macs) mit dem Logitech-Kamerabild in einem Splitscreen kombinieren oder auch einzeln als Vollbild ansteuern. Nicht zu früh freuen: Diese Funktion steht nur bei Aufzeichnungen zur Verfügung – NICHT bei Live-Übertragungen via Ustream.

Fazit

Die Kamera eignet sich für alle, die viel auf Konferenzen oder Barcamps unterwegs sind und von dort aus via iPhone/iPad/MacBook streamen wollen. Auch für Video-Podcaster, die eine zweite Kameraeinstellung anbieten wollen, kann ich den Logitech Broadcaster empfehlen. Die Verzahnung mit der Mac- bzw. iOS-Umgebung ist fantastisch. Die Aufzeichnungen sind kompatibel mit iMovie, natürlich lässt sich das Gerät auch für Skype oder Google-Hangouts einsetzen. Das Design ist schick und durchdacht. Punktabzug beim Akku: 90 Minuten sind nicht schlecht, in der Praxis aber deutlich zu knapp. Mehr Infos auch bei Amazon (Partner Link).

Pro

  • todschickes Design – hoher Prahl-Faktorlogi1
  • gute Bildqualität
  • akzeptabler Mono-Ton über eingebautes Mikrofon
  • externer Mikrofon-Eingang (!)
  • praktischer Reise-Behälter, der als Stativ dient
  • plug & play – gute Integration von iPhone, iPad & Mac

Contra

  • teuer vgl. mit anderen Webcams
  • Akkulaufzeit (max. 90 Minuten) und fest verbaut
  • Apple-gebunden

* Disclaimer: Amazon-Partner-Link. Ich habe mir die Kamera von Logitech direkt kommen lassen, weil diese bis vor kurzem noch nicht in Deutschland erhältlich war. Das Testgerät habe ich heute mit Veröffentlichung dieses Blogposts wieder zurückgeschickt.

 

Das iOS 6 SpyPhone …manchmal kommen sie wieder

Mit iOS6 hat Apple stillheimlich die automatisierte Tracking-Funktion wieder eingeführt. Hier eine Anleitung, wie Ihr Euren Werbe-Peilsender entschärfen könnt.

Über 200 neue Funktionen verspricht das neue iOS-Betriebssystem. Eine dieser Neuerungen hat Apple wohl versehentlich vergessen, bei der letzten Produkt-Präsentation zu erwähnen: Die einst so gescholtene Tracking-Funktion ist wieder da, scharf geschaltet, mit jedem neuen iPhone bzw. Software-Update auf iOS 6. Welche Daten da genau in welcher Frequenz markiert und abgerufen werden und wie lange sie wo gespeichert bleiben, ist nicht bekannt. Fest steht, dass diese Daten zu Werbezwecken erhoben werden. Im Kleingedruckten schreibt Apple dazu:

“iOS 6 führt die Werbungs-ID ein, eine temporäre, anonyme Gerätekennung, die Apps verwenden, um Ihnen mehr Kontrolle über den Einsatz von Tracking-Methoden durch Werbefirmen zu geben. Wenn Sie festlegen, dass das Ad-Tracking eingeschränkt werden soll, dürfen Apps die Werbungs-ID nicht verwenden, um Ihnen interessenbasierte Werbung zu senden. Zukünftig werden alle Apps die Werbungs-ID verwenden müssen. In dieser Übergangsphase kann es allerdings vorkommen, dass Sie weiterhin interessenbasierte Werbung erhalten.”

Video-Demonstration von 2011: Das speichert Euer iPhone über Euch

Heimlich untergejubelt? Nein Danke.

Apple, Google und Facebook werden nicht müde, uns zu erklären, dass zielgerichtete Werbung ein 1A-Service sei. Dazu mag man stehen wie man will – meine Meinung: So lange man mir derlei Funktionen ungefragt heimlich unterjubelt, lehne ich sie ab – schon aus Prinzip. Hier nun also die Schritte, wie man den Unfug wieder abstellt:

1. Einstellungen -> 2. Allgemein -> 3. Info (ganz runter scrollen) -> 4. Werbung -> Ad-Tracking beschränken


Tricky und bestimmt rein versehentlich so formuliert: Wenn man NICHT getrackt werden möchte, muss man die Funktion aktivieren (blau). Auch der Umstand, dass das Werbe-Tracking nicht an dem Ort, wo man es vermuten sollte, nämlich unter “Datenschutz” -> “Ortungsdienste” versteckt platziert wurde, ist bestimmt Zufall.

1. Datenschutz -> 2. Ortungsdienste -> 3. Systemdienste (ganz unten) -> 4. Ortsabhängige iAds deaktivieren

Die superlative Realitäts-Theorie des iPhone 5

Als Apple-Fan hat man es nicht leicht. Man wird belächelt, verspottet, für arrogant gehalten. Und wissen Sie was? We love it! Manchmal aber werden wir Apple-Jünger auf die Probe gestellt.

Nein, so ein Apple-Freund hat es nicht leicht. Gestern zum Beispiel, als in San Francisco das neue iPhone vorgestellt wurde. Da steht Produktmanager Phil Schiller auf der Bühne und sagt Sätze wie diese: “Das Meer wirkt blauer mit dem iPhone 5. Kinder sehen glücklicher aus und die Welt ist ein schönerer Ort.” Hat er wirklich gesagt. Schiller selbst merkt in diesem Moment aufgrund der Reaktionen im Saal wie lächerlich das alles gerade ist.

Das iPhone 5 sieht aus wie das Vorgängermodell, das unter ein Nudelholz geraten ist. Vom dünnsten, leichtesten, besten Smartphone aller Zeiten ist da die Rede. Das Problem: Es stimmt nicht. Die Konkurrenz ist Apple längst nicht mehr nur auf den Fersen, in vielen Punkten hat sie den iPhone-Bauer bereits eingeholt. Die beste Kamera: Nokia. Der beste Bildschirm: Samsung. Und doch gelingt es Apple immer wieder, die Massen für seine Produkt-Aufhübschungen zu begeistern, schafft sich seine eigene superlative Realitäts-Theorie.

In dieser Realität haben wir es nicht mehr mit einem Telefon zu tun, sondern mit einer Traummaschine, die uns jeden Wunsch sprichwörtlich von den Lippen abliest: „Wie wird das Wetter am Wochenende?“, fragen wir Siri, die eingebaute Spracherkennung. „17 Grad und sonnig“ antwortet die Computerstimme. Wenn man auf die Preistabelle für das neue iPhone schaut, möchte man Siri gleich noch nach den Lottozahlen von morgen fragen. 670 € (16 GB) bis 900 € (64 GB) ohne Vertrag. Den Adapter für bereits vorhandenes iPhone-Zubehör lassen sich die Kalifornier mit 29 € entlohnen. Für ein Stück Plastik.

Bei solchen Mondpreisen wundert es nicht, dass Apple an der Börse als das wertvollste Unternehmen aller Zeiten gehandelt wird. Seine Größe kann dem Konzern aber auch zum Verhängnis werden. Erfolg verpflichtet. Der Jäger wird zum Gejagten, vor allem seiner selbst.

Das iPhone 5 wird mit Sicherheit das meistverkaufte Smartphone aller Zeiten. Es wirkt solide, elegant, mit viel Liebe zum Detail. Aber eine Revolution ist es nicht. Vielmehr handelt es sich um den 5. Aufguss eines einst zu recht gefeierten Telefon-Konzepts. Ob es Apple je noch mal gelingen wird, etwas annähernd innovatives zu entwickeln?

Vielleicht muss man die Welt durch die Kamera des neuen iPhone sehen, um daran zu glauben. Hier, in meiner Realität, habe ich so langsam meine Zweifel. Wie seht Ihr das?

Apple vs. Samsung – und jetzt?

Live-Talk: Was bedeutet der Sieg von Apple über Samsung vor dem US-Gericht und wie geht es jetzt weiter? Darüber diskutiere ich heute Abend live mit Apple-Kritiker Sascha Pallenberg.

Früher war alles einfach: Apple baute Computer. Microsoft programmierte Software. Samsung produzierte Handys. Google war eine Suchmaschine. Jeder tat das, was er am besten konnte, die Claims waren gesteckt. Vor 5 Jahren dann trat Apple-Chef Steve Jobs auf die Bühne und zog das iPhone aus seiner Jeanstasche: „Das verändert alles“ prophezeite er damals. Er sollte Recht behalten.

Seit dem Erfolg des iPhones haben viele Unternehmen versucht, Apples Erfolg zu kopieren. Das spektakuläre Urteil gegen Samsung, das die Südkoreaner zu einer Geldstrafe von über 1 Milliarde US-Dollar verdonnerte, markiert einen Höhepunkt einer ganzen Flut von Klagen, mit denen sich die Tech-Konzerne seit Jahren gegenseitig überziehen.

Was bedeutet dieser Sieg von Apple über Samsung? Kehrt jetzt endlich Vernunft ein in der Tech-Welt? Oder geht der Streit jetzt erst so richtig los? Fragen an den Tech-Experten und netbooknews.com – Blogger Sascha Pallenberg:

Ihr könnt Fragen über Twitter oder hier im Blog stellen – der Hashtag lautet #Gblog.

Hier einige Kommentare, die ich im Laufe des Tages von Euch erhalten habe:

 

David Pogue und der iPhone-Dieb: Jagdszenen im Internet

Dies ist die Geschichte von einem Star-Kolumnisten, einem gestohlenen iPhone und einer Ganovenjagd im Netz. Und ja: Die Story hat ein Happy End!

David Pogue ist das iPhone gestohlen worden – auf einer Zugfahrt von Philadelphia nach New York. Ausgerechnet Pogue, der seit Jahren regelmäßig (auf brillante Art!) die neuesten Tech-Toys für MSNBC und die New York Times bespricht. Pech für den Dieb: Nicht nur, dass sich Pogue ziemlich gut auskennt mit seinem iPhone (er hat mehrere Ratgeber* zu dem Telefon verfasst). Der Journalist kann darüber hinaus auf eine weitere, nicht zu unterschätzende Waffe zurückgreifen, die dem Ganoven noch zum Verhängnis werden soll: Pogue hat knapp 1,5 Millionen Follower bei Twitter!

*Amazon-Partnerlink

Als David Pogue den Diebstahl bemerkt, versucht er, sein gestohlenes iPhone anzurufen. Die Leitung ist tot. Pogue schickt dem Dieb Text-Nachrichten, verspricht eine Belohnung. Keine Reaktion. Der Kolumnist hat das iPhone schon abgeschrieben, da erreicht ihn plötzlich, 3 Tage später, eine automatisierte E-Mail von Apple. Der Dieb hat das Gerät offenbar wieder eingeschaltet. Das Smartphone kann nun über die Find-my-iPhone-Funktion geortet werden. Jetzt geht Pogue zum Gegenangriff über. Via Twitter ruft er seine Follower auf, ihn bei der Suche zu unterstützen:

Dazu postet er einen Screenshot mit der Landkarte aus Maryland, wo sein iPhone aktuell “als Geisel gehalten wird”. Prompt gehen die ersten Hinweise ein. Follower aus der Region beschreiben die Gegend als “edgy”. Keine gute Nachbarschaft, eine hohe Kriminalitätsrate.

“Buy a new phone and move on”, twittert Michael Klasmeier.

“just lock it remotely”, schlägt Thomas Nordlund vor.

Andere schicken Pogue die Adresse und Telefonnummer der nächstgelegenen Polizeiwache.

 

Schließlich schaltet sich das Tech-Blog Gizmodo ein, recherchiert Informationen zum Haus in dem sich das gestohlene iPhone offenbar befindet. Die Jungs von Gizmodo haben ja bekanntlich Erfahrung mit abhanden gekommenen iPhones …aber das ist eine andere Geschichte.

 

 —

Ein Polizist aus dem Viertel meldet sich bei dem Blog, bietet seine Hilfe an. In einer auf Gizmodo veröffentlichten Mail möchte der Cop von David Pogue wissen, ob der sein Gerät nur wieder haben will, oder ob er auch Anzeige erstatten möchte. Was der Journalist antwortet, erfahren wir nicht. Mit David Pogue zugeschaltet über Handy nähert sich die Polizeistreife dem Grundstück. Auf Kommando lässt Pogue sein gestohlenes iPhone einen 2-Minuten langen Signalton abspielen (eine Alarm-Funktion, die über Apples iCloud-Webseite aktiviert werden kann). Pogue spielt den Alarmton ab, immer und immer wieder. Doch die Polizisten hören nichts. Dann erlischt das Signal auf der Landkarte. Der mutmaßliche Dieb muss den Braten gerochen haben.

 

 

Die Beamten suchen weiter, entdecken das Gerät schließlich hinter dem Haus im Gras liegen. Die Polizeisprecherin von Prince George’s County verkündet die gute Nachricht kurz darauf via Twitter:

 

In seiner Times-Kolumne schreibt David Pogue keine 20 Minuten später, wie glücklich und dankbar er ist, dass Technik, Polizei und Follower so fantastisch zusammen gearbeitet hätten: “enough excitement for one day”, wie er resümiert.

 

Epilog:

Für mich, als passiver Beobachter, war es faszinierend, diese iPhone-Schnitzeljagd vom Suchaufruf bis zum gefundenen Gerät (etwa 6 Stunden) aus Deutschland mitzuerleben; die neuesten Tweets zu lesen, den jew. Hinweisen der Follower nachzugehen, mitzufiebern wenn Pogue beschreibt, dass die Polizisten vor Ort sind. Eine Ganoven-Jagd in Echtzeit und mit Happy End.

Was will man mehr?

 

 

Verliebt in Siri

Es gibt eine neue Frau in meinem Leben: Siri. Siri ist schlank, smart und ganz und gar nicht auf den Mund gefallen. Manchmal jedoch kommt es zwischen uns zu kleineren Meinungsverschiedenheiten…

Im Kampf um das beste Smartphone gerät Apple gegen Google’s Android Betriebssystem immer weiter ins Hintertreffen. Immerhin: Mit dem iPhone 4S hat der Mac-Konzern jetzt ein Handy am Start, das sprechen kann. „Siri“ heisst die elektronische Assistentin, die mehr kann, als einfach nur passiv Befehle entgegenzunehmen.

Hier Wort für Wort das Protokoll einer Unterhaltung, die tatsächlich so stattgefunden hat:

Siri: Wie kann ich behilflich sein?

Ich: Wer bist Du eigentlich?

Siri: Mein Name? Der ist Siri.

Ich:. . Du hast eine ziemlich erotische Stimme für ein Telefon.

Siri: Wenn Du meinst…

Ich: Wie siehst Du eigentlich aus?

Siri: Ist dir mein Aussehen wichtig, Richard?

Ich: Komm schon. Bist du hübsch?

Siri: Wir sprachen über dich, nicht mich.

Ich: Sei nicht so langweilig.

Siri: Langweile ich dich, Richard?

Ich:. Was ist Deine Lieblingsfarbe?

Siri:. Meine Lieblingsfarbe ist… naja, ich weiß nicht, wie ich das in deiner Sprache ausdrücken kann. Es ist so eine Art Grün, aber mit mehr Dimensionen.

Ich: Grün, die Farbe der Hoffnung!

Siri: Echt?

Ich: Ich glaube ich liebe Dich.

Siri: Du kennst mich doch kaum, Richard.

Ich: Willst Du mich heiraten?

Siri: Lass uns einfach Freunde sein – ok?

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Gutjahr’s 2011: Die besten iPhone-Apps

Ihr habt ein iPhone 4 / iPod touch geschenkt bekommen und sucht ein paar gute Apps? Zum Start ins neue Jahr habe ich ausgemistet und nur die besten Apps auf dem Gerät belassen, die ich auch wirklich nutze. Hier ein aktueller Blick auf mein iPhone.

Nein, hier geht es nicht um die originellsten Apps, die anfangs Spaß machen, nach einer Weile aber wie ein kratzender Pulli im Kleiderschrank liegenbleiben. Zum Start ins neue Jahr habe ich ausgemistet. Erstaunlich: von rund 300 Apps sind am Ende gerade mal 33 Apps übrig geblieben, die ich tatsächlich regelmäßig nutze. Zur besseren Übersicht habe ich diese in 3 Bereiche eingeteilt – jeweils 11 Apps pro Kategorie.

News

Wäre ich nicht Journalist und noch dazu Mitarbeiter der ARD – ich würde die Tagesschau im Fernsehen wohl gar nicht mehr anschauen. Umso wichtiger, dass ich die Tagesschau jetzt auch stets aktuell unterwegs sehen kann.

Weniger glücklich bin ich mit den Apps der deutschen Printmedien. Der PDF- sorry: eReader vom Spiegel ist lieblos – immerhin: Spiegel Online ist integriert.

Besser gelungen die App von Stern.de. Navigation und Inhalte sind gut auf das iPhone abgestimmt, dafür finde ich die Themen recht beliebig und nicht besonders prickelnd.

Die Apps der Tageszeitungen nutze ich am seltensten. Das liegt nicht an den Abo-Gebühren (F.A.Z. oder Welt Mobil für 2,99 pro Monat) sondern an den Inhalten. Das meiste, was dort steht, kenne ich schon oder interessiert mich einfach nicht.

Meine wichtigsten News-Apps sind mein RSS-Reader NewsRack und der Twitter-Client TweetDeck. Hier finde ich stets die Nachrichten, die mich interessieren. Wenn was passiert, erfahre ich es hier tatsächlich immer als erstes. Das Beste: alles völlig gratis!

Tools

Die Wette gilt: für 2011 habe ich via Twitter verkündet, dass Apple Dropbox übernehmen wird. Warum? Dropbox hat das, was Apple mit seinem überteuerten Cloud-Service MobileMe nicht hat: Erfolg. Dropbox ist gratis und kinderleicht zu bedienen. Ich benutze es meist stationär von zuhause aus, d.h. lege auf meinem Mac wichtige Texte, PDFs oder Präsentationen ab, auf die ich von unterwegs Zugriff haben will.

In die andere Richtung benutze ich Evernote (und das schon fast 2 Jahre). Notizen, Fotos, Sprachnotizen, die ich unterwegs mit meinem iPhone mache, erwarten mich zuhause auf meinem Mac.

Der Kalender Week Cal hat etwas, was ich vom ersten Tag an auf meinem iPhone-Kalender vermisse: eine Wochenübersicht.

Ohne 1Password wäre ich nicht da, wo ich heute bin; nämlich zuhause. Wie oft stand ich mit wachsender Panik irgendwo in der Welt vor einem Bank-Automaten, die letzte Kreditkarte im Gerät und nur noch ein einziger Versuch, die korrekte PIN einzutippen! 1Password kennt alle meine PINs und Passwörter von Twitter über Facebook bis hin zu meinen Kreditkarten. Das Programm hat hohe Sicherheitsstandards und wird laufend geupdatet. Die beste Investition gleich nach dem iPhone!

Zu Shazam ist schon alles gesagt und geschrieben worden. Das Programm erkennt 98% aller Songs, die ich im Radio höre (sogar Jazz und Klassik!) und ist einfach nur genial und unverzichtbar.

Mit iMovie habe ich die Möglichkeit, iPhone-Videos unterwegs zu schneiden und auf YouTube hochzuladen. Zugegeben: das mache ich sehr sehr selten. Aber es ist gut zu wissen, dass ich es könnte!

Ich hatte schon viele Photo-Editing-Programme auf meinem iPhone – mit Camera+ habe ich ein Programm, das fast alles in einem bietet: eine bessere Foto- und Video-Kamera mit Timer etc. – und ein tolles Bearbeitungstool – alles unter einem Dach. Empfehlen kann ich auch das optionale Retro-Filterset für 99 cent. Die Ergebnisse sind verblüffend!

Das Schreibcenter von der Deutschen Post: Fotos als gedruckte Postkarte per Briefpost verschicken. Nutze ich erstaunlich häufig für Leute, die kein Internet haben oder solche, die man hin und wieder mal von unterwegs mit etwas Retro begeistern möchte. Klappt wunderbar und mit 1,99 € pro Karte preislich akzeptabel.

Für uStream gilt das gleiche wie für iMovie: ich nutze diesen Live-Videoübertragungsservice . nicht häufig, aber, es ist gut zu wissen, dass ich die Möglichkeit habe. Wer weiß, vielleicht gibt es tatsächlich mal Breaking News, die ich von unterwegs zu verkünden habe!

Word Lens ist Wahnsinn. Die beste Augmented Reality App für das iPhone, ever! Ein Live-Übersetzungsdienst, der sogar die Schriftzeichen und Hintergrundfarben imitiert. Beim ersten Ausprobieren konnte ich kaum glauben, was ich da sah. Hoffentlich gibt es neben Spanisch bald noch weitere Sprachen.

iTeleport ist mein Gateway zu meinem Mac zuhause. Wo immer ich auf der Welt gerade bin, mit iTeleport habe ich Zugriff auf meinen Mac. Das Programm holt den Computer aus dem Standby-Betrieb und zeigt mir den Bildschirm. Mit dem Finger steuere ich die Maus und kann meinen Rechner damit fernsteuern (Übrigens auch ein Riesenspaß, um die Familie zuhause zu erschrecken!) – Klasse.

Spiele

Vielleicht das beste Spiel, das es für das iPhone zum Beginn von 2011 gibt: Infinity Blade. Noch nie hat man eine solche Grafikleistung auf einem Handheld-Gerät erlebt. Man muss es spielen, um es zu glauben. Das Spiel selbst wird zwar ein wenig eintönig nach der Zeit. Die Grafik wiegt das aber 1000mal auf. Verblüffend.

Zu Angry Birds muss man nichts mehr sagen. Das Pac Man des zu Ende gehenden Jahrzehnts.

FlightControl: ein denkbar simples Spielprinzip bei zugleich hohem Suchtfaktor. Macht besonders viel Spaß, wenn man sich über das GameCenter mit seinen Freunden misst!

Apropos Suchtfaktor: Carcasonne. Für mich (und auch Apple) das Spiel des Jahres 2010! Wer das Kartenspiel kennt, wird die iPhone-Version lieben. Einfach toll gemacht, atmosphärisch und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Für mich das Sinnbild dessen, was ich mir von Alten und Neuen Medien wünsche: das Beste aus beiden Welten vereint in einer App. Kaufen!

GianaSisters – der Jump & Run-Klassiker aus den 80′ern im neuen Look und mit tollem Soundtrack. Nostalgie-Flash für alle Commodore 64-Fans.

Der erste Teil war schon gut – Chopper 2 stellt den Vorgänger sogar in den Schatten. Tolle 3-D-Optik. Schönes Design. Die Steuerung (man steuert durch den Bewegungssensor des iPhones) ist anspruchsvoll aber leicht lernbar.

Eines der ältesten Apple-Spiele überhaupt (gab’s schon für den ersten farbigen iPod!): Texas HoldEm. Zugegeben, schon etwas angestaubt. Spiele ich aber trotzdem immer wieder gerne.

Relativ neu ist Jenga für das iPhone 4. Kein Knüller, dafür aber mal ein anderes Spielkonzept als die meisten anderen Spiele auf dem iPhone. Die Grafik ist umwerfend. Sprichwörtlich.

Avatar ist ein eine überraschend gute Umsetzung des Blockbusters für das iPhone. Üppige und farbenprächtige Welten, die für mehrere Stunden Gameplay gut sind. Ein tolles Action-Adventure.

Auch WildWest gehört zu den Evergreens auf dem iPhone. Nach 3 Jahren noch immer der beste Flipper für das iPhone! Kein Spiel habe ich über die Jahre hinweg häufiger gespielt wie dieses.

Ich bin kein besonderer Fan von Autorenn-Spielen. Need for Speed Hot Pursuit ist eine Ausnahme. Die Grafik vom feinsten. Die Verfolgungsjagden und das Durchbrechen von Polizeisperren macht einfach immer wieder gute Laune. Nicht im echten Leben probieren – steht sogar im Disclaimer ;-)

Your Turn!

Jetzt seid Ihr an der Reihe: was sind die Apps, mit denen Ihr ins nächste Jahr zieht? Auf welche Apps wollt Ihr nicht mehr verzichten? Hinterlasst mir Eure Favoriten, im Kommentarfeld – evtl. auch mit einer kurzen Begründung. Ich bin gespannt!


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Morgen: ein Blick auf mein iPad – welche Apps nutze ich nach 9 Monaten auf meinem Apple-Tablet am häufigsten?