Spiegel, WiWo und New York Times haben es zur Titelstory erklärt – das Offline-Leben. Ich wollte nicht nur darüber schreiben – ich wollte wissen, wie sich das anfühlt, wenn man den Stecker zieht. Vor 2 Jahren habe ich versucht, 1 Woche OFFLINE zu leben. Letztes Jahr dann der Gegenversuch: 1 Woche das Haus nicht verlassen und ausschließlich ONLINE leben. Hier meine beiden Video-Tagebücher (geführt für das Bayerische Fernsehen).
Eine Woche Offline (4 Folgen)
Rund 2 Millionen Deutsche sollen online-süchtig sein. Vor allem junge Männer sind betroffen. Gibt es überhaupt noch ein Leben ohne E-Mail, SMS und Wifi? Ich habe es ausprobiert – und bin grandios gescheitert…
Eine Woche Online (5 Folgen)
Eine Woche lang ist der Computer meine einzige Verbindung nach draußen. Meine Arbeit erledige ich komplett übers Internet. Fällt gar nicht auf, geht schneller und es bleibt sogar noch Zeit für andere Dinge. Ist das die Arbeitsform der Zukunft? Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden: eine Woche Hausarrest!
Das Interview
Die Redaktion von 3sat neues hat sich für meinen Test interessiert. Hier das Interview mit Yve im vergangenen Mai:
Wie lange würdet Ihr es On-/ bzw. Offline aushalten? Meint Ihr, es wird Zeit ein wenig runter zu schalten – oder aber: lernen, damit umzugehen?








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Ja, das Leben ohne Internet fällt schwer. Allerdings versuche ich zumindest im Urlaub bewusst auf das Internet zu verzichten, das funktioniert immerhin noch. Also noch nicht ganz hoffnungslos süchtig.
Arbeit ohne Internet ginge gar nicht mehr heutzutage oder eben nur sehr schwierig, wie Dein Versuch unter anderem gezeigt hat. Im Urlaub aber mal ohne auszukommen, sehe ich nicht als allzu problematisch. Das wird es nämlich nur dann, wenn man das Internet wieder zur Verfügung hat und das nachschlagen muss, was in den letzten Tagen passiert ist. Das kann schon mal zeitaufwendig und anstrengend sein.
Ich sehe keinen Grund runterzuschalten, sondern eher die Chance, möglichst schnell zu lernen, damit zu leben. Das müssen die Menschen, Fernsehmacher und Journalisten. Die Medien können vielleicht ihr Programm kontrollieren, aber nicht das Interesse ihres Publikums – und das liegt klar im Online-Bereich.
@Steffi So fing das bei mir auch an. Inzwischen geht bei mir gar nichts mehr ohne Netz. Diesen Offline-Test habe ich vor 2 Jahren gemacht. Heute würde ich keine Woche mehr schaffen. Unmöglich. Im Urlaub ist man ja wenigstens abgelenkt. Aber auch da checke ich einmal die Woche meine Mails. Hoffnungslos.
@Patrick Wahre Worte, vor allem was Du über die Journalisten schreibst. Interessanterweise sind es ausgerechnet die Kommunikationsprofis, die die Bedeutung von Online nicht anerkennen wollen. Ich beobachte das schon seit fast 15 Jahren. Man sollte meinen, so langsam müsste es doch eigentlich der Letzte kapiert haben. Die tragische Betonung liegt auf dem Wort ‘sollte’.
Gerade habe ich einen ähnlichen Selbstversuch gemacht – allerdings habe ich mich dazu in eine Alphütte abgesetzt. Ich fand die Selbstbeobachtung sehr interessant und denke, dass ich einige Erkenntnisse in den Alltag integrieren kann – z.B. wie effizient man arbeiten kann, wenn man nicht alle 5 Minuten die Mails checkt…